Die Haupt- und Schlussprobe der drei Sauldorfer Abteilungswehren Boll, Krumbach und Bietingen fand jetzt in Bietingen statt. Die rund 50 Feuerwehrmänner rückten gemeinsam aus, nachdem Einsatzleiter Manfred Erne aus Bietingen den Einsatzbefehl gegeben hatte. Starke Rauchentwicklung in der Maschinenhalle von Herbert Müller in Bietingen sowie drei Vermisste lautete das Szenario.

Mit drei Fahrzeugen rückten die Wehrmänner aus und waren in kürzester Zeit am Brandobjekt. Aus zwei Überflurhydranten wurde das Löschwasser entnommen. Gleichzeitig machten sich vier Atemschutztrupps mit acht Atemschutzträgern auf die Suche nach den drei vermissten Personen. Die Rauchentwicklung war so stark, dass ein Drucklüfter eingesetzt werden musste. Bald darauf wurde die erste Person gefunden und zum Löschfahrzeug transportiert. Auch die anderen beiden Vermissten wurden bald darauf gefunden. Zur Sicherheit, da eventuell doch noch ein Brand entstehen würde, waren zwei Trupps bestimmt, das nebenstehenden Wohn- und Ökonomiegebäude sowie die Landmaschinenwerkstätte mit Löschwasser abzuschirmen. Da sich in dieser Halle aber auch noch Gas- und Sauerstoffflaschen befanden, mussten diese ins Freie geschafft und mit Löschwasser kühl gehalten werden.

Die abschließende Übungsbesprechung im Gasthof Adler eröffnete der Fanfarenzug aus Boll unter der Leitung von Thomas Vögtle. Hiernach begrüßte Einsatzleiter und Abteilungskommandant Manfred Erne neben allen Feuerwehrkameraden und Ehrenmitgliedern insbesondere Bürgermeister Wolfgang Sigrist, die Gemeinderäte Herbert Müller und Karl Muffler, Kommandant Berthold Reichle, die Abteilungskommandanten Erwin Muffler und Winfried Nägele sowie Ehrenkommandant Josef Brütsch.

Erne bezeichnete die Übung als recht anspruchsvoll, insbesondere wegen der Menschenrettung. Da nicht alle Feuerwehrleute im ersten Moment benötigt werden, sollen sich diese bei einem der Fahrzeuge bereit halten, bis sie benötigt werden. Auch Kommandant Berthold Reichle sprach sein Lob aus. Die Menschenrettung habe gut funktioniert, eventuell hätte der Drucklüfter besser positioniert werden sollen. Auch Bürgermeister Wolfgang Sigrist war mit der Übung zufrieden. Ganz besonders freue er sich, dass so viele junge Wehrmänner sich in den Dienst der Feuerwehr stellen. Ein besonderes Lob galt Feuerwehrkamerad Otmar Mauch, der für die Funkgeräte verantwortlich ist, dass diese auch funktionierten.