Ihren ersten Tätigkeitsbericht legte jüngst Schulsozialarbeiterin Tina Müller den Sauldorfer Gemeinderäten vor. Aufgrund eines Mitarbeiterwechsels ist sie erst seit Herbst 2017 in der Auentalschule in Sauldorf-Rast im Rahmen einer 50-Prozent-Stelle tätig und konnte aus diesem Grund nur über den Zeitraum von Oktober bis März berichten. Schulsozialarbeit, die seit dem Schuljahr 2015/2016 fester Bestandteil der Auentalschule ist, sei eine präventive Form der Jugendhilfe zur ganzheitlichen und lebenslageorientierten Förderung der Schüler, lauteten Müllers einführende Worte.

"Als unabhängiges Bindeglied zwischen Schule, Eltern und den Kindern reagieren wir mit unserem Angebot der Schulsozialarbeit auf die gesellschaftlichen Veränderungen unserer Zeit, in der die Erziehung und Förderung der Kinder und Jugendlichen oft nicht mehr alleine durch die Familie hinreichend gewährleistet werden kann", so ihre Feststellung. Sie verstehe sich als unabhängiges und neutrales Bindeglied zwischen Schule und Jugendhilfe und stelle so einen wichtigen Grundstein des Schulalltags dar, der für ein gelingendes Miteinander aller am Schulleben Beteiligten nicht mehr wegzudenken sei, so die Sozialarbeiterin.

Die Zielgruppe stellen in erster Linie die 88 Schüler der Auentalschule dar. Vor allem soll die individuelle und soziale Entwicklung der Schüler durch Niederschwelligkeit, Projektarbeit, Schülermitverantwortung, Freizeitangebote und vieles mehr gefördert werden. In gleicher Weise gilt es, die Problemlösungs- und Sozialkompetenz zu stärken, sowie Kinder und Jugendliche in Krisen- und Konfliktsituationen zu unterstützen. Darüber hinaus werden durch die Schulsozialarbeit die Lehrkräfte beraten, begleitet und in Konfliktsituationen unterstützt. Auch die Eltern und Erziehungsberechtigten gehören zu den Zielgruppen und werden bei Bedarf in den Hilfeprozess des Kindes mit eingeschlossen.

Im Berichtszeitraum fanden insgesamt 34 Beratungsgespräche mit Schülern statt (16 Mädchen, 18 Jungen), wobei die Kinder meistens freiwillig das Gespräch suchten. Die häufigsten Themen der Gespräche drehen sich nach Angaben der Schulsozialarbeiterin um Probleme im Elternhaus, mit Freund oder um Konflikte unter den Schülern. Aber auch Schwierigkeiten mit den Lehrkräften sind mitunter Thema sowie physische und psychische Gewalt unter den Schülern. Dazu kommen Probleme bei der Persönlichkeitsfindung, Entscheidungsfragen zur Schulwahl nach der vierten Klasse, Ängste, Trennung der Eltern, Konzentrationsschwierigkeiten und vieles mehr.

Bei Elterngesprächen stehen Themen wie Fragen zur Erziehung, Bestärkung der Eltern in ihrer Erziehungskompetenz, Probleme des Kindes in der Schule, verändertes Verhalten wie beispielsweise Aggressionen oder Rückzug, Trennung der Eltern oder Schulwahl für eine weiterführende Schule im Vordergrund. Bei Bedarf werden Einzelfälle an kompetente Beratungsinstanzen weitervermittelt. Beratungsgespräche mit Lehrkräften finden entweder auf Anfrage der Lehrkräfte selbst oder auf Initiative der Schulsozialarbeit statt, oftmals im Anschluss an ein Schülergespräch.