Im Gasthaus "Schwanen" in Boll haben sich die Freien Wähler zu ihrer Nominierungsveranstaltung für die Gemeinderatswahl getroffen. Die sieben Kandidaten stellten sich den Teilnehmern der Versammlung vor.

Mathias Löffler möchte sich weiterhin im Gemeinderat engagieren

Den Anfang machte Mathias Löffler, 40, ledig, aus Boll, der bereits seit fünf Jahren im Gemeinderat ist. Er arbeitet als Rechtsanwalt in einem Steuerbüro in Liggersdorf und ist in seiner Freizeit im Narrenverein und im Kirchenchor aktiv. Ihm habe seine Arbeit im Gemeinderat in den vergangenen Jahren viel Spaß gemacht, sagte er bei der Veranstaltung. Gerne würde er sich dort weiterhin engagieren.

Thomas Vögtle kandidiert zum ersten Mal

Als Zweiter stellte sich Thomas Vögtle, 36, verheiratet, aus Boll vor. Er ist selbstständiger Heizungsbau-Mechaniker und zudem ehrenamtlich bei der Feuerwehr und im Sport- sowie im Narrenverein engagiert. Er lässt sich zum ersten Mal aufstellen. Als Gründe nannte er unter anderem, dass es ihn reize, auf kommunaler Ebene etwas zu bewegen.

Ricarda Babnik ist die einzige Frau auf der Liste

Die einzige Frau in der Runde ist Ricarda Babnik. Sie ist 46 Jahre alt, verheiratet, hat zwei Kinder und wohnt in Krumbach. Sie betreibt das kleine Café "Riccis" in Krumbach und ist im Narrenverein aktiv. Darüber hinaus bietet sie Deutschkurse für Ausländer an. Sie sehe sich als Gewinn für den Gemeinderat, da sie nicht wie die anderen Kandidaten hier geboren und aufgewachsen ist: "Als Zugezogene habe ich meiner Meinung nach einen anderen Blick auf die Gemeinde", sagte sie. So könne sie Situationen neutraler einschätzen und beurteilen, wobei das Wohl der Gemeinde für sie an erster Stelle stehe.

Der jüngste Kandidat der Freien Wähler: Alexander Wischnewski

Mit 27 Jahren ist Alexander Wischnewski aus Sauldorf der jüngste Kandidat. Neben seinem Beruf als CNC-Werkzeugschleifer engagiert er sich aktiv in verschiedenen Vereinen. So ist er nicht nur Mitglied bei der Feuerwehr und im Narrenverein, sondern auch bei der Landjugend und im Musikverein. Da ihm das Dorfleben sehr am Herzen liege, möchte er sich im Falle einer Wahl dafür einsetzen: "Das Gemeinschaftsleben im Dorf soll interessant bleiben und dabei spielen Vereine eine zentrale Rolle, weshalb man diese auch verstärkt unterstützen sollte", sagte er.

Wilfried Gabele verfolgt die Gemeinderatssitzungen seit Jahren als Zuhörer

Als nächstes stellte sich Wilfried Gabele, 51, verheiratet und wohnhaft in Sauldorf vor. Er hat den Gemeinderatssitzungen in den vergangenen Jahren als Zuhörer beigewohnt und sich dieses Jahr dazu entschlossen, selbst für einen Platz im Gremium zu kandidieren. "Beschweren kann sich jeder, aber machen muss es auch jemand", laute daher seine Devise. Er erhoffe sich durch seine Mitgliedschaft, etwas verändern zu können.

Herbert Müller ist motiviert für eine zweite Amtszeit

Herbert Müller, 60, aus Bietingen stellt sich bereits zum zweiten Mal zur Verfügung. Er betreibt eine Werkstatt mit Tankstelle und ist seit mehr als 40 Jahren bei der Feuerwehr und im Narrenverein aktiv. Müller lobte die gute Zusammenarbeit innerhalb des Gemeinderats und die positiven Ergebnisse. Er sei motiviert, eine weitere Amtszeit anzutreten, sagte er.

Roland Halder hat zehn Jahre Erfahrung als Gremiumsmitglied

Zum Schluss stellte sich Roland Halder, 49, selbstständiger Unternehmer aus Rast vor. Unter allen Kandidaten ist er derjenige mit der längsten Gemeinderatserfahrung. Nach zehn Jahren könne man die Dinge besser einschätzen, sagte er. So wisse er, dass man eben doch, entgegen vieler anderer Meinungen, auf kommunaler Ebene etwas erreichen könne.

Freie Wähler planen sechs Wahlkampfveranstaltungen

Bei der anschließenden Wahl entschieden sich die Mitglieder mit einem eindeutigen Ergebnis dafür, alle sieben Kandidaten zu nominieren. Die Reihenfolge der Namen auf der Wahlliste soll alphabetisch erfolgen. Bis zum 26. Mai wollen die Freien Wähler sechs Wahlkampfveranstaltungen abhalten. Die Termine sollen in naher Zukunft bekannt gegeben werden, hieß es.