Weil es sich um energiefressende Auslaufmodelle handelt, die ihre Lebensdauer sukzessive erreichen, stellt die Gemeinde Illmensee ihre Straßenbeleuchtung weiter auf LED-Technik um. LED-Leuchtmittel setzen zum Erzeugen des Lichts Leuchtdioden ein (englisch: light-emitting diodes). Im Haushalt 2020/21 ist für etwa 200 Leuchten ein Betrag von 110 000 Euro eingestellt. Der Gemeinderat stimmte der Ausschreibung der LED-Leuchten durch die Netze BW einstimmig zu. Die Maßnahme wird zu 20 Prozent vom Bund gefördert.

85 bis 90 Prozent der Lampen werden umgestellt

„Sämtliche Teilorte und die verbleibenden Straßenzüge in Ruschweiler und Illmensee werden jetzt auf LED-Technik umgestellt, sodass wir am Ende der Maßnahme zirka 85 bis 90 Prozent unserer Straßenlampen umgerüstet haben“, erklärte Bürgermeister Michael Reichle. Bisher wurden in Illmensee das Gewerbegebiet, der Kirchplatz, das Wohngebiet Berghalde/Sonnenhalde/Seeblick, Inselwiesen und Am Ried umgerüstet. In Ruschweiler das Neubaugebiet Im Grund und das Fischergärtle. „Zudem sollen einige Solarlampen an bisher unbeleuchteten Bushaltestellen installiert werden, beispielsweise Im Ösch“, so Reichle. Zunächst werden die sehr ineffizienten Quecksilberdampflampen ausgetauscht. Dann folgen die orange leuchtenden Natriumdampflampen entlang des Rad- und Fußweges von Illmensee nach Ruschweiler. Die Leuchten an der Durchgangsstraße von Illmensee werden aus Kostengründen noch nicht auf LED umgerüstet.

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6000 bis 8000 Euro weniger Stromkosten im Jahr

Die Energieeinsparung der LED-Technik liegt bei über 60 Prozent, erklärte Daniel Lupfer von Netze BW in der Sitzung. Die Stromkostenersparnis liegt bei derzeitigen Stromkosten zwischen 6000 und 8000 Euro im Jahr. „Ohne Berücksichtigung von Strompreissteigerungen ergibt sich rechnerisch eine Amortisationszeit von rund zehn bis 14 Jahren“, so Kämmerer Michael Sonntag. Gabriele Redlich (Freie Wähler) wollte wissen, ob man auf die Helligkeit der Straßenbeleuchtung Einfluss nehmen könne. Lupfer verwies darauf, dass eine Norm eingehalten werden müsse, dass man aber nach dem Prinzip „nicht so hell wie möglich, aber so hell wie nötig“ vorgehe.