In der Sitzung des Gemeinderates am Donnerstagabend informierte Bürgermeister Thomas Kugler das Gremium über eine bislang einmalige Auszeichnung – als eine von bundesweit elf Kommunen wurde Pfullendorf für seine vorbildlichen und wirkungsvollen Aktivitäten zur Suchtprävention mit einem Bundespreis ausgezeichnet. Die Preise des 8. bundesweiten Wettbewerbs „Vorbildliche Strategien kommunaler Suchtprävention“ wurden in Berlin übergeben, wobei Pfullendorf sich erstmals am Wettbewerb beteiligte und sich auch über 10 000 Euro Preisgeld freuen kann.

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„Andere Kommunen zur Nachahmung anregen“

„Der Wettbewerb hat zum Ziel, wirksame kommunale Projekte der Suchtvorbeugung herauszustellen, um andere Kommunen zur Nachahmung anzuregen“, informiert die Pressestelle der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Daniela Ludwig, Drogenbeauftragte der Bundesregierung: „Erfolgreich ist Suchtprävention vor allem dann, wenn sie Menschen direkt vor Ort, in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld erreicht. Dazu leisten viele Kommunen mit tollen Projekten einen essentiellen Beitrag. Die eingereichten Konzepte zeigen sehr eindrucksvoll, wie vor Ort wirkungsvolle Suchtprävention auf innovative Weise angeboten wird.“

Viele Maßnahmen zur Suchtprävention

Wirksame Suchtprävention muss nach Überzeugung der Drogenbeauftragten auch in Zukunft gesichert sein und dafür bedürfe es eines starken, finanziell und personell gut ausgestatteten Suchthilfesystems in den Kommunen. Der diesjährige Wettbewerb hat die Wirksamkeit der suchtpräventiven Arbeit in den Kommunen in den Vordergrund gestellt. Die Bandbreite der Suchtpräventionsmaßnahmen vor Ort ist groß. Sie reicht von Maßnahmen, die dazu beitragen, Substanzkonsum und seine Folgen zu mindern, über die Einführung eines Qualitätsmanagements und den Aufbau nachhaltiger Strukturen bis hin zu Ansätzen, die suchtbelastete Familien in den Blick nehmen, um das Weitergeben von Suchterkrankungen in die nächste Generation zu vermeiden.

Jury aus Wissenschaft und Praxis wertet 51 Wettbewerbsbeiträge aus

Der Wettbewerb ist mit 51 Beiträgen auf bundesweit breite Beteiligung gestoßen. Eine Jury aus Wissenschaft und Praxis hat die Wettbewerbsbeiträge bewertet und die Preisträger ausgewählt. Für die prämierten Beiträge hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 60 000 Euro zur Verfügung gestellt. Hinzu kommt der vom GKV-Spitzenverband zur Verfügung gestellte Sonderpreis in Höhe von 20 000 Euro.

Sonderpreis der gesetzlichen Krankenkassen

Ausgelobt wurde auch ein Sonderpreis der gesetzlichen Krankenkassen zum Thema „Gesundheitsförderung und Prävention für Kinder aus suchtbelasteten Familien“. Gernot Kiefer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des GKV-Spitzenverbandes: „Kindern aus suchtbelasteten Familien zu helfen ist eine ganz besondere Herausforderung für die Kommunen. Deshalb zeichnen wir in diesem Jahr Kommunen aus, die sich in diesem Bereich nachhaltig engagieren. Darüber hinaus können alle deutschen Landkreise und kreisfreien Städte, die entsprechende Projekte für diese Zielgruppe neu anbieten oder bestehende erweitern möchten, hierfür eine Unterstützung durch das GKV-Bündnis für Gesundheit erhalten (www.gkv-buendnis.de).

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