Zwischen Winterlinden, Buchen und Eichen fühlen sich Eichhörnchen wohl. Marlies Slapnig, seit Kurzem in Rente, freut sich über die vorwitzigen Pelztiere, die in ihrem Garten herumturnen. Auch die vielen Singvögel möchte sie nicht missen und füttert sie gerne. Vogeltränken stehen mehrere bereit. Das Zwitschern der Vögel vermischt sich mit dem Plätschern des Quellsteins.

Video: Johanson, Kirsten

Neben dem Wasserspiel steht eine alte Holzkiste, die zu einem Kräuterbeet umfunktioniert wurde. Der eigentliche Nutzgarten ist klein, vor allem Beeren wachsen hier. „In diesem Jahr gibt es furchtbar viele Schnecken, aber am Salat haben sie sich komischerweise noch nicht vergriffen.“

Tipps von Marlies Slapnig für den Garten

Der Rasen gleicht einem dichten grünen Teppich, darum kümmert sich der Herr des Hauses. Gesäumt ist der Rasen von gepflegten Beeten. Löwenmäulchen, Verbenen, Hortensien, Rittersporn und Schafgarbe sorgen für bunte Farbtupfer vor grünem Hintergrund.

Schönes Zusammenspiel zwischen Hortensie, Funkie und Farn. Alle drei fühlen sich im Halbschatten wohl.
Schönes Zusammenspiel zwischen Hortensie, Funkie und Farn. Alle drei fühlen sich im Halbschatten wohl. | Bild: Johanson, Kirsten

Kaukasus-Vergissmeinnicht, Funkien und Purpurglöckchen punkten mit schön gezeichneten und bordeauxroten Schmuckblättern. Buchskugeln, Kugeldisteln, Bambus und Lavendel setzen Akzente.

Mauern aus Tuffstein überbrücken die Höhenunterschiede im Garten.
Mauern aus Tuffstein überbrücken die Höhenunterschiede im Garten. | Bild: Johanson, Kirsten

Unter einem großen Zwetschgenbaum, der bei Hitze angenehmen Naturschatten spendet, befindet sich ein gemütlicher Sitzplatz. Er liegt etwas erhöht, der Boden besteht aus dem gleichen bräunlichem Tuffstein wie die Gartenmauer. Den Sitzbereich hat die Gartenbaufirma Drechsler aus Pfullendorf angelegt.

Gartensteckbrief: Alles, was Sie über diesen Garten wissen müssen

  • Gesamteindruck: Der Garten ist eine gelungene Mischung aus Gehölzen, immergrünen und Blühpflanzen. Koniferen und Korkenzieherhasel sind ebenso vertreten wie Buchs, Bambus und eine Harlekinweide als Hochstämmchen. Im feuchten Halbschatten fühlen sich Farne, Hortensien und Funkien wohl. Der Nutzgarten ist klein und beschränkt sich hauptsächlich auf Beerenobst und Kräuter. Kein Glück hatte Marlies Slapnig mit Hopfen.
  • Farbe: „Im Garten darf es bunt sein“, lautet die Devise von Marlies Slapnig. Im Frühling zieht der rosablühende Zierapfelbaum alle Blicke auf sich, gefolgt von Pfingstrosen im Frühsommer. Danach sind es die rot und weiß blühenden Rosensträucher und Rambler. Für gelb-orange Farbtupfer sorgen Ringelblumen und Kapuzinerkresse.
  • Pflanzen: Einjährige wie Prunkwinde, Wunderblumen oder Schwarzäugige Susanne wachsen vor allem im Bereich der Terrasse und verschönern den Sitzbereich mit ihren bunten Blüten. Marlies Slapnig zieht die Blumen im Frühjahr aus Samen auf der Fensterbank vor.

Daneben wächst eine Eibe, in der sich eine wilde Rose breit gemacht hat. Wenn sie blüht, wirkt es, als hätte jemand einen dichten Schleier aus weißen Blüten über das Nadelgehölz geworfen.

Die wilde Rose hat es sich in der Eibe gemütlich gemacht. Ihre Blüten fallen wie ein Vorhang darüber.
Die wilde Rose hat es sich in der Eibe gemütlich gemacht. Ihre Blüten fallen wie ein Vorhang darüber. | Bild: Marlies Slapnig

Es gibt noch weitere Kletterrosen, so genannte Rambler, die üppig blühen. Eindrucksvoll ist die betagte Hortensie im Kübel, denn sie ragt vier, fünf Meter in die Höhe und wirkt fast wie ein Baum.

Marlies Slapnig und ihre Tochter Marina freuen sich über die üppigen Blütenstände der Strauchrose.
Marlies Slapnig und ihre Tochter Marina freuen sich über die üppigen Blütenstände der Strauchrose. | Bild: Johanson, Kirsten

In Kübeln gedeihen außerdem Engelstrompeten, Schmucklilien, Canna, Calla und ein Enzianstrauch. „Wir haben das Glück, dass die Kübelpflanzen im Naturkeller unseres Nachbarn überwintern dürfen.“

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