Eine bislang einmalige Aktion haben Andrea und Tamara Hahn initiiert – Mutter und Tochter wollen Bewohnern der „Grünen Burg“ eine weihnachtliche Freude machen und haben deshalb einen Weihnachtsbaum in der Central-Apotheke aufgestellt. An dem Baum hängen viele Karten, auf denen die Bewohner ihre Wünsche zum Fest aufgeschrieben haben, die nun von Spendern erfüllt werden können. „Es wäre toll, wenn sich möglichst viele Bürger an der Aktion Wunschbaum beteiligen würden“, hofft Tamara Hahn auf viele Spendenwillige, die einem Senior oder einer Seniorin einen Weihnachtswunsch erfüllen.

„Ich würde gern das Grab meiner Tochter besuchen“

Die 27-Jährige Tamara Hahn hat es von Pfullendorf beruflich nach München verschlagen, ist aber öfters bei Mutter Andrea, die regelmäßig auch die „Grüne Burg“ besucht und dort Bewohner und Mitarbeiter gut kennt. Auf den Karten des Wunschbaums sind oftmals bescheidene Wünsche zu lesen: eine CD von Andrea Jürgens, ein Parfüm oder ein Schal. „Ich würde gern das Grab meiner Tochter besuchen“, ist auf einer Karte zu lesen, allerdings ist dieser Wunsch in Corona-Zeiten schier unerfüllbar. „Die Aktion ist natürlich mit der Heimleitung abgesprochen“, erklärt Tamara Hahn im Gespräch mit dem SÜDKURIER.

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Ihr und ihrer Mutter gehe es darum, den Heimbewohnern, die oftmals keine Angehörigen mehr haben, an Weihnachten eine zusätzliche Freude zu bereiten. Höchst erfreut war Andrea Hahn am Mittwochnachmittag, als sie in der Central-Apotheke nach dem besonderen Baum schaut und sieht, dass von den ursprünglich 45 Wunschkarten schon einige verschwunden sind. Auf den Wunschkarten sind übrigens keine Namen, sondern nur eine Nummer vermerkt, und wer einen Wunsch erfüllt, kann das Geschenk bis 20. Dezember bei der Verwaltung der „Grünen Burg“ abgeben. Und am Heiligen Abend folgt die Bescherung.