Der Bürgerbus hat sich in den vergangenen Jahren zu einem unverzichtbaren Teil des öffentlichen Personennahverkehrs in Pfullendorf entwickelt, was jährlich steigende Fahrgastzahlen eindrucksvoll zeigen. Coronabedingt blieb der Bus allerdings in der Garage, denn die Hygiene-Vorgaben waren im Fahrzeug im Prinzip nicht umsetzbar und viele Rentner, die ehrenamtlich als Fahrer tätig sind, gehören aufgrund ihres Alters zur Risikogruppe. Nun informiert Gerhard Hofmann, Vorsitzender des 2008 gegründeten Bürgerbusvereins, dass man sich nach reichlichen Diskussionen entschlossen hat, den Fahrbetrieb ab Montag, 13. Juli, wieder aufzunehmen. „Wir werden dabei den gewohnten Fahrplan einhalten“, erklärt Hofmann, dass es einige extra Regeln gebe, die Fahrgäste unbedingt beachten müssten.

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Fahrgäste können Maske für einen Euro im Bus kaufen

Um das Risiko von Infektionen durch die Übergabe von Fahrgeld zu minimieren, werden die Fahrgäste gebeten, das Geld passend bereit zu halten. Im Eingangsbereich ist ein Spender mit Händedesinfektion befestigt, den die Fahrgäste benutzen müssen. „Da im Fahrgastraum der Mindestabstand von 1,5 Meter zwischen nicht eingehalten werden kann, müssen alle Fahrgäste eine Mund-Nase-Bedeckung tragen“, ergänzt der Vereinsvorsitzende, dass Fahrgäste im Bus eine Maske für einen Euro kaufen können, den man in das „Sparschwein“ wirft.

Fahrgastzahl wird auf sechs begrenzt

Maximal sechs Fahrgäste werden mitgenommen. Deshalb appelliert Hofmann an die Bevölkerung, den Bürgerbus nur zu notwendigen Fahrten, wie Einkaufen, Erledigungen oder Arztbesuche zu nutzen. Die Fahrgäste werden aufgefordert, so wenig wie möglich Zeit im Bus zu verbringen, also nicht frühzeitig einzusteigen, falls das Gefährt nochmals an der Haltestelle vorbeikommt. „Sollte sich der Fahrbetrieb als zu riskant erweisen oder sich die Lage im Landkreis verschlechtern, werden wir den Busbetrieb ohne Vorwarnung wieder einstellen“, kündigen die Verantwortlichen an.