Die Auswirkungen der Corona-Krise und die Einführung des neuen Haushaltsrechts stellen Kämmerer in diesem Jahr vor große Herausforderungen. Michael Sonntag, Kämmerer in Illmensee, informierte in der jüngsten Gemeinderatssitzung über die Finanzlage 2020. „Wir kommen mit einem blauen Auge davon“, sagte er. „Die schnellen Reaktionen von Land und Bund halten uns als Kommune derzeit handlungsfähig.“

Keine Rückforderungen zu befürchten

Illmensee hat 198 000 Euro staatliche Corona-Hilfe erhalten. Einen großen Anteil hat hier die Gewerbesteuerkompensation. Die Höhe der Zuwendung basiere auf den Gewerbesteuereinnahmen 2017 bis 2019, wie Bürgermeister Michael Reichle erklärte. „Es hat sich gezeigt, dass bei uns der befürchtete Einbruch nicht ganz so schlimm war“, stellte Sonntag fest. Rückforderungen müsse man jedoch keine befürchten.

8000 Euro für digitales Lernen

Für das digitale Lernen während der Schulschließung sei ein Sofortpaket in Höhe von 8000 Euro bereitgestellt worden. Die Grundschule konnte auf diese Weise unter anderem Leihgeräte für die Kinder anschaffen, die Zuhause keinen Computer besitzen.

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Haushaltsvorbesprechung künftig im November

Der Haushalt 2020 war in Illmensee vom Gemeinderat erst in August verabschiedet worden. Für den Haushalt 2021 peile man März/April nächstes Jahr an, informierte Bürgermeister Michael Reichle auf Nachfrage aus dem Gremium. Ziel sei es, in Zukunft die Vorbesprechungen im November zu führen, um dann den Haushalt im darauffolgenden Februar beschließen zu können.