In den vergangenen Jahren hatte der TSV Aach-Linz mit seinem Sportlerball einige Probleme zu bewältigen. Das Interesse der Ballgäste ebbte ab. Und auch das Motivieren von Akteuren, die das Programm gestalten sollten, fiel zuletzt immer schwerer. So hatte man im vergangenen Jahr mit etwas kleinerem Programmumfang und im kleineren Rahmen im Pfarrheim eine Umorientierung gesucht. Für den Ball in diesem Jahr beschritt man wiederum neue Wege. Man suchte im November das Gespräch mit den anderen Vereinen des Ortes, um gemeinsam den Sportlerball zu veranstalten. Das Ergebnis: "Wir wollen diesen Ball unbedingt weiterführen." Und so versprachen alle großen Vereine von Aach-Linz den Turnerball zu unterstützen.

Gesagt – getan. Am Samstag präsentierte sich der Turnerball mit vielen neuen spaßigen Gruppierungen der helfenden Vereine. Und die Schlossgartenhalle war auch gut gefüllt. Das Programm jedenfalls kam bestens an. Das meinte zum Beispiel Günter Roth, der urteilte: "Das war wieder ein ganz tolles Programm." Und dieses startete auch gleich mit "alten" Bekannten. Die Dancing Queens vom TSV machten Musikgeschichte und zeigten eine musikalische Zeitreise ab den 50er Jahren. Beifall gab es gleich üppig und eine Zugabe dazu.

Klaus Matt schilderte in buntesten Farben die Vorzüge des Rentnerdaseins.
Klaus Matt schilderte in buntesten Farben die Vorzüge des Rentnerdaseins. | Bild: Robert Reschke

Da durfte auch die Büttenrede von Klaus Matt nicht fehlen. Der freute sich aufs Rentnerdasein. Und mit flotten Sprüchen wie "Fitte Rentner sind famos" oder "Wir saufet und ihr müsst schaffe" brachte er sein Publikum eins ums andere Mal schallend zum Lachen.

Mit Zyankali und sabotierten Bremsleitungen schickten die Knastmädels vom Brauchtumsverein ihre Ehemänner auf die letzte Reise.
Mit Zyankali und sabotierten Bremsleitungen schickten die Knastmädels vom Brauchtumsverein ihre Ehemänner auf die letzte Reise. | Bild: Robert Reschke

Der Brauchtumsverein schickte sechs trauernde Witwen auf die Bühne. Die "Knastmädels" beschrieben mit ihrem Lied "Und wieder mal sind wir zu haben", wie sie ihre Ehemänner ins Jenseits befördert hatten. Das Publikum, auch die Männer, waren hellauf begeistert.

Nicht weniger heiter war der Auftritt des Musikvereins aus Aach-Linz. Dabei sprachen die Akteure und Akteurinnen kein Wort. Sie spielten wortlos eine Szene auf einer Sitzreihe im Kino. Links und rechts: Er und Sie – ein Liebespaar. Die Kinogänger dazwischen mussten nur Küsse und Streicheleinheiten für die beiden weiterreichen. Die Komik sprach für sich.

Ohne Worte wurden von den Narren des Musikvereins Zärtlichkeiten von links nach rechts und zurück für ein Liebespaar weitergereicht.
Ohne Worte wurden von den Narren des Musikvereins Zärtlichkeiten von links nach rechts und zurück für ein Liebespaar weitergereicht. | Bild: Robert Reschke

Auch der Schützenverein lieferte seinen närrischen Beitrag. Wolfgang Utz in der Bütt nahm die Gäste auf eine Stadtführung durch Aach-Linz mit. Die Reise führte vom Busbahnhof in Pfullendorf bis in die Schlossgartenhalle. Und sogar eine Schlossbesichtigung im Ort war noch drin. Mit Narri-Narro und viel Beifall wurden die Akteure verabschiedet.

Die Landjugend zauberte bei ihrem Auftritt mit "99 Luftballons", "It's a raining Day" und "Mahna Mahna" einiges aus ihren Mülltonnen heraus.
Die Landjugend zauberte bei ihrem Auftritt mit "99 Luftballons", "It's a raining Day" und "Mahna Mahna" einiges aus ihren Mülltonnen heraus. | Bild: Robert Reschke

Auch die Landjugend ließ ihrer närrischen Ader freien Lauf. Mit Mülltonnen ausgerüstet wurde erst mal die Bühne aufgeräumt. Danach gab es "99 Luftballons" nebst zugehöriger Musik und die Mädchen in der Tonne schwangen ihre Schirme zu "It's a raining Day". Und weil der Auftritt gefiel, gab es als Zugabe noch ein "Mahna Mahna" mit Muppets-Puppen aus den Tonnen.

Johannes Schalk als Klofrau hatte einiges aus dem Nähkästchen zu erzählen.
Johannes Schalk als Klofrau hatte einiges aus dem Nähkästchen zu erzählen. | Bild: Robert Reschke

Das Programmende zierte Johannes Schalk, der als Klofrau "Klohanna" aus dem Nähkästchen plauderte. Nach einer Polonaise wurde flugs eine Theke aufgebaut, die Tanzfläche eingerichtet, und die Gäste konnten den Abend gemütlich ausklingen lassen.