Erstmals seit dem Corona-Lockdown im März fand in der Stadthalle ein vom DRK-Ortsvereins Pfullendorf organisierter Blutspendetermin statt. Den Abstands-und Hygienemaßnahmen wurde große Aufmerksamkeit beigemessen. Unter den 166 Blutspendern waren sieben Erstspender. Aufgrund von elf Rückstellungen konnten 155 Blutkonserven weitergegeben werden. „Ich bin von den Zahlen begeistert und finde genial, dass sich so viele Blutspender vorab angemeldet haben und gekommen sind“, freut sich DRK-Ortsvereinsvorsitzender Andreas Kees.

Bei den Blutspendern wird die Körpertemperatur gemessen. Lars Scholz (rechts) vom der DRK-Bereitschaft Pfullendorf misst hier bei Ferdinand Siegmund (links) aus Ostrach die Temperatur.
Bei den Blutspendern wird die Körpertemperatur gemessen. Lars Scholz (rechts) vom der DRK-Bereitschaft Pfullendorf misst hier bei Ferdinand Siegmund (links) aus Ostrach die Temperatur. | Bild: Sandra Häusler
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Neue Einweg-Mund-Nasenmaske für jeden Spender

Die Blutspender wurden am Eingang vom Empfangsteam Kerstin Blocherer, Bereitschaftsleiterin des Ortsvereins Pfullendorf, und Lars Scholz willkommen geheißen. Lars Scholz nahm die Temperaturmessung vor. Kerstin Blocherer kontrollierte die Terminvergabeliste und überreichte jedem Ankommenden eine neue Einweg-Mund-Nasenmaske. Alfred Kneer, Referent des DRK-Blutspendedienstes Baden-Württemberg-Hessen erklärt als Grund, man wisse nicht, wie lange eine Stoffmaske bereits getragen wurde und durch Durchfeuchtung verliere sie an Schutz.

Die Möblierung der Stadthalle wurde weitläufig mit Abständen gestaltet. Sechzehn Spenderliegen standen für die Blutspender parat.
Die Möblierung der Stadthalle wurde weitläufig mit Abständen gestaltet. Sechzehn Spenderliegen standen für die Blutspender parat. | Bild: Sandra Häusler

Viel Lob für den DRK-Ortsverein

Im Vorfeld des Termins hatten sich rund 160 Spendenwillige angemeldet. „Seit Ausruf der Pandemie musste der Blutspendedienst ein Terminreservierungssystem einführen. Der Zufluss zur Spendeaktion muss geordnet sein“, erläutert Kneer. Der Blutspendedienst hält am Spendetag ein paar Termine für spontane Spender als Reserve. Aber dies sollte wirklich nur die Ausnahme sein, betonte Alfred Kneer. Er lobt das DRK Pfullendorf für die Zusammenarbeit, die Blutspendetermine seien immer „vorbildlich und supertoll organisiert“. Und auch Bereitschaftsleiterin Kerstin Blocherer ist stolz auf ihre „Mannschaft“. „The best team ever“, streckt sie die Faust in die Luft.

Durch das Reservierungssystem keine Wartezeiten

Arthur Lorenz, Denkingen: „Das Terminreservierungssystem hat einen Vorteil. Es gibt keine Wartezeit und läuft an allen Stationen ohne Verzögerung durch.“
Arthur Lorenz, Denkingen: „Das Terminreservierungssystem hat einen Vorteil. Es gibt keine Wartezeit und läuft an allen Stationen ohne Verzögerung durch.“ | Bild: Sandra Häusler

Ferdinand Siegmund aus Ostrach spendet oft in Pfullendorf Blut. Ihm machen die neuen Hygieneregeln nichts aus. Das Reservierungssystem habe sogar Vorteile, es gebe keine Wartezeiten, freut sich Blutspender Arthur Lorenz aus Denkingen. Andrea Utz aus Aach-Linz berichtet, dass die Terminreservierung unproblematisch gewesen sei. Der Ablauf wurde als Einbahnstraßensystem ausgelegt, erläutert Andreas Kees. Auch viele Bundeswehrangehörige aus der benachbarten Staufer-Kaserne kommen. Stabsfeldwebel Armin Brenning vom Sanitätsversorgungszentrum unterstreicht: „Wir sind Sanitäter. Für uns ist Blutspenden eine Selbstverständlichkeit“.

Andrea Utz, Aach-Linz: „Die Terminreservierung ist unproblematisch, es ging alles schneller als sonst“.
Andrea Utz, Aach-Linz: „Die Terminreservierung ist unproblematisch, es ging alles schneller als sonst“. | Bild: Sandra Häusler

Weniger Helfer des Ortsvereins notwendig

Üblicherweise unterstützt der DRK-Ortsverein Pfullendorf mit 22 Helfern das angereiste Abnahmeteam. Am Dienstag waren es nur sieben, da in Coronazeiten keine Helfer am Spendebett eingesetzt werden, erklärt Diana Liersch vom DRK-Ortsverein. Frisch gekochte Gerichte für die Spender gibt es nicht. „Das dürfen wir im Moment nicht, dafür gibt es ein Lunchpaket“, schildert Diana Liersch.

Für jeden Blutspender hat der DRK-Ortsverein Pfullendorf ein Lunchpaket nach Vorgaben des Blutspendedienstes gepackt. Blutspende- Organisationschefin Diana Liersch (links) übergab dem Ortsvereins-Vorsitzenden Andreas Kees (rechts) nach der Spende sein Paket.
Für jeden Blutspender hat der DRK-Ortsverein Pfullendorf ein Lunchpaket nach Vorgaben des Blutspendedienstes gepackt. Blutspende- Organisationschefin Diana Liersch (links) übergab dem Ortsvereins-Vorsitzenden Andreas Kees (rechts) nach der Spende sein Paket. | Bild: Sandra Häusler

Blutspende und Covid-19

Personen mit überstandener Covid-19-Erkrankung, wie der wieder gesunde Tim Breuning aus Aach-Linz, sind zur Blutspende zugelassen – ja sogar ausdrücklich gesucht, unterstreicht Alfred Kneer. Sie haben in der Regel Antikörper im Blut gebildet. Der junge Mann musste bei der ärztlichen Untersuchung Angaben zu seinen Krankheitssymtomen geben und seine überstandene Covid-19-Erkrankung wurde auf den Unterlagen vermerkt.

Tim Breuning, 21 Jahre, aus Aach-Linz ist ein gesuchter Blutspender.
Tim Breuning, 21 Jahre, aus Aach-Linz ist ein gesuchter Blutspender. | Bild: Sandra Häusler

Bei der Blutspendeaktion selbst wird nicht auf Corona getestet. Registrierte Blutspender mit überstandener Covid-19-Erkrankung werden gebeten, sich bei der kostenlosen Hotline des Blutspendedienstes unter 08 00/11 949 11 zu melden.

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