Bereits zum dritten Mal fand auf dem Stadtsee am Sonntag das Fischerstechen statt. Keine Frage: Die nasse Veranstaltung mausert sich immer mehr zum Publikumsmagneten. Dieses Jahr kämpften zwölf Mannschaften um den Sieg. Und die kamen keineswegs nur aus Pfullendorf und den Stadtteilen. Die Schalmeien aus Illmensee hatten natürlich den Vorteil eines eigenen Trainingsgewässers, aber auch das Team von den Berggeistern aus Aftholderberg war bestens vorbereitet.

Die Jungs vom Fanfarenzug aus Großstadelhofen bliesen sogar mit einem Minihorn zum Kampf. Die Wikinger der Doraus-Zunft Bad Saulgau hatten sogar ihren Zunftmeister Raphael Osmakowsi-Miller buchstäblich mit im Boot. Genützt hat es nichts. Der "Schwäbische Alkverein" (die Mannschaft hieß tatsächlich so) konnte schließlich das spannende Turnier für sich entscheiden."

Die meisten Teilnehmer waren männlichen Geschlechts. Immerhin drei Frauen schlugen sich wacker. "Eine reine Damenmannschaft wäre auch nicht schlecht", schlugen manche Zuschauer vor. Was nicht ist, das kann ja noch werden. Denn, dass es im kommenden Jahr wieder ein Fischerstechen geben muss, da waren sich wohl alle einig. Der Narrenzunft dürfte die Entscheidung nicht schwerfallen.

Bereits am Samstagabend war die Entscheidung im Spiel Deutschland gegen Schweden bei der Fußballweltmeisterschaft gefallen. Die Fußballfans waren schon Stunden vorher in Deutschland-Shirts, mit Mützen, Fahnen und sonstigen Fanartikeln am Stadtsee unterwegs und so machen schwarz-rot-goldene Stück wurde noch schnell auf dem Flohmarkt gekauft. Es hätte zwar noch Platz für einige Stände gehabt, aber die Händler waren mit ihrem Umsatz meistens zufrieden. Das waren dann auch die Fans beim Public-Viewing.

Die riesige Videowand zwischen Festgelände und Sparkasse ließ wirklich keine Wünsche offen. Die Bildqualität war super. Und das 2:1 dann natürlich auch. Am Sonntag wurde auch für die kleinen Festgäste viel geboten. Der riesige Sandhaufen, Schminkstand und Bastelangebote sorgten dafür, dass keine Langeweile aufkam. Die Stadtmusik Pfullendorf, die "Blue-Bears" und die Kultband "Knapp ein Jahr" sorgten für beste musikalische Unterhaltung.

Am Montagabend werden die "Flotten Grenzler" für die richtige Stimmung beim traditionellen Feierabendhock sorgen. Das 39. Stadtseefest weckte auch Erinnerungen. So gab es in den Anfangsjahren einen Steg zur Insel. Da sei sogar bewirtet worden, wurde erzählt. Und so mancher Festbesucher habe auf dem Nachhauseweg auch Kontakt mit dem Seewasser bekommen und das Ufer nur schwimmend erreicht, so wie manche Teilnehmer des Fischerstechens.