Eigentümliches und Vertrautes – unter den Dächern einer Stadt verbirgt sich vieles und nur wer genau hinsieht, wird es entdecken. Bei der Wiederauflage der "Pfullendorfer Stadtgeschichten" am 21. Oktober in der Stadthalle gibt es für die Besucher viel Vertrautes und viel Eigentümliches zu sehen und zu hören. Vor zwei Jahren war die Stadthalle zwei Mal mit jeweils 600 Besuchern ausverkauft, als die "Pfullendorfer Stadtgeschichten" von Regisseur Michael Schnurr und Kameramann Rainer Jörger erstmals im Auftrag der Stadt präsentiert wurden.

Der SÜDKURIER unterstützt das Projekt seit Beginn als Medienpartner. Als "Entdeckungsreise durch die Heimat" definiert Jörger als Anspruch, der seit 2010 in etlichen Städten 28 solcher Veranstaltungen produzierte. Ein buntes, unterhaltsames Programm verspricht die Innenstadtbeauftragte Mira Krane, wobei auch und besonders die Ortsteile miteinbezogen wurden. Gedreht wurde unter anderem auf dem Kartoffelhof Frick in Kleinstadelhofen und ein paar Meter weiter grasen bekanntlich die Bisons der Familie Lojdl. Ein Abstecher in die Schweizer Partnerstadt Allschwil beeindruckte Rainer Jörger besonders, denn dort stand unter anderem der Besuch bei einer Blindenhundschule an.

All diese Begegnungen sind in Filmen festgehalten, dazu gibt es wunderschöne Luftaufnahmen und besonders freuen dürfen sich die Besucher auf ein buntes Showprogramm auf der Bühne. Dazu gehören Interviews und Live-Acts, wobei Protagonisten zusammengebracht werden, die üblicherweise nicht gemeinsam auf der Bühne stehen. So wird mit dem Pfullendorfer Steve "Big Man" Clayton ein vielfach ausgezeichneter Boogie-Woogie-Pianist gemeinsam mit der Big-Band des Staufer-Gymnasiums zu hören sein, und die Nachwuchsmusiker bereiten sich schon intensiv auf den Auftritt vor.

Von der Blindenhundeschule in Allschwil werden zwei- und vierbeinige Vertreter auf der Bühne sein, begleitet von einem ganzen Bus aus der Partnerstadt, wie Bürgermeister Thomas Kugler ergänzte. Ein besonderes Lob hat der Kameramann für die Schüler der Montessori-Schule Aach-Linz parat, die bei den Stadtgeschichten die "Kindernachrichten" präsentieren.

Während anderenorts die Dreharbeiten bis zu einem Tag dauerten, hatte er in Aach-Linz alles in 100 Minuten im Kasten. Kein Wunder, denn an der Schule gibt es seit mehreren Jahren eine "Journalisten-AG", die aktuell von elf Schülern besucht. Das Besondere dieser AG ist übrigens, dass die Schüler diese nicht selbst auswählen, sondern von ihren Lehrern vorgeschlagen werden.

"Die Stadtgeschichten sind Geschichten, die aus dem Leben gegriffen sind und für Jeden ist etwas dabei", eröffnete Innenstadtbeauftragte Mira Krane dann offiziell den Vorverkauf für das Film- und Bühnenspektakel am 21. Oktober. "Aber man sollte nicht zu lange warten", erinnert sie an die ausverkaufte Stadthalle vor zwei Jahren. Alle Beteiligten betonten beim Pressegespräch, dass die "Pfullendorfer Geschichten" kein Filmabend, sondern eine Multimediashow mit unterhaltsamen Bühnenprogramm ist. "Die Pfullendorfer stellen ihre Stadt vor", sagt Rainer Jöger, der üblicherweise vier Produktionen parallel bewältigt.

Rathauschef Thomas Kugler hatte bei dem Gespräch im neuen Ratssaal schon das Stadtjubiläum im Jahr 2020 im Blick und die Pfullendorfer Stadtgeschichten dürften in drei Jahren dann einen ganz besonderen Dreh haben.

Stadtgeschichten

Der Vorverkauf für die 2. Pfullendorfer Stadtgeschichten am Samstag, 21. Oktober, 19 Uhr, in der Stadthalle hat begonnen. Die Karte kostet acht Euro und ist bei der Touristinformation, der Linzgau-Buchhandlung sowie der SÜDKURIER-Geschäftsstelle zu haben. Sollte es noch Karten an der Abendkasse geben, kosten diese zehn Euro. Der SÜDKURIER unterstützt das Projekt als Medienpartner.