Das Wohnbauförderungsprogramm der Stadt, das die Kommune 2005 eingeführt hat, wird zu den gleichen Konditionen wie bisher um drei Jahre bis 2022 verlängert. Das hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen.

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Mit dem Programm wird ein Anreiz für Familien mit Kindern geschaffen, sich in der Stadt oder einem Ortsteil ein städtisches oder spitälisches Grundstück zu kaufen und zu bebauen. Vom Bauplatzpreis werden pro Kind 5000 Euro abgezogen. Dies steigere die Attraktivität der Stadt und mache sie wettbewerbsfähig, betonte Bürgermeister Thomas Kugler. Die Förderung wird gewährt, sofern das Haushaltsbruttoeinkommen nicht über 90 000 Euro im Jahr liegt.

Bürgermeister gegen Verquickung

Thomas Aberle (UL) machte den Vorschlag, einen finanziellen Anreiz auch für den Erwerb von Innenstadt-Immobilien zu schaffen und nannte die Summe von 10 000 Euro pro Kind. „Das würde einen Beitrag zur Belebung der Innenstadt leisten“, so Aberle. Bürgermeister Kugler wandte sich gegen eine Verquickung von Wohnbauförderung und den Leerständen in der Innenstadt. „Bei dem Programm geht es nur um städtische und spitälische Bauplätze.“ Außerdem sei es kontraproduktiv, denn Wohnen in der Innenstadt trage nicht zu deren gewünschter Belebung bei.

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Seit der Einführung des städtischen Wohnbauförderungsprogramms vor 14 Jahren haben 151 Familien mit 282 Kindern davon profitiert, teilte Josef Waldschütz, Chef der Bauverwaltung, in der Gemeinderatssitzung mit. Ausbezahlt wurde eine Summe in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro. Von den 151 Familien waren es 52 mit einem Kind, 67 mit zwei, 25 mit drei und sieben Familien mit vier Kindern. Allein 107 Kinder können dem Baugebiet Hohkreuzerlänge I und II zugeordnet werden.