Der Name leitet sich von dem griechischen Wort "pentekosté" ab und hat sich über das mittelhochdeutsche "pfingesten" zu der Bezeichnung entwickelt, die wir heute verwenden. Das Wort bedeutet nichts anderes als „der Fünfzigste“. Und damit ist der 50. Tag nach Ostern gemeint. Das Fest selbst geht auf das biblische Pfingstwunder zurück. Wie man in der Heiligen Schrift (gibt es auch im Internet, falls zu Hause nicht vorhanden) nachlesen kann, redete und predigte nach diesem Ereignis jeder Apostel in einer anderen Sprache. Es soll an Pfingsten mächtige Windböen gegeben haben und der heilige Geist war auch beteiligt. Doch wie macht man so etwas den Menschen klar?

Altvorderen waren mit Bildern früh dran

In früheren Zeiten gab es ja bekanntlich kein Internet und das normale Volk konnte nicht lesen. Und wenn die Messe dann auch noch in Latein gelesen wurde, dann war das auch nicht gerade die Umgangssprache. Immerhin arbeitete man viel mit Bildern, wie man heute noch in den alten Kirchen sehen kann. Schon eine Leistung, wie das früher gemacht wurde. Ohne einen Beamer, der eine Skizze an die Decke wirft, ohne einen Plan vom Computer und auch noch ohne elektronisch gesteuertes Farbmischgerät wurde da gearbeitet. Alle Achtung! Da waren Könner am Werk. Und wer sich die Zeit nimmt, alle Darstellungen in einer Kirche mal richtig anzuschauen (nicht so wie Japaner, die nur durch die Digitalkamera oder das Handy schauen können), der wird ständig etwas Neues entdecken.

Seltsames Loch in der Decke

Vielleicht auch eine Rosette im Dachgewölbe des Chors. Manchmal mit Blumen umkränzt, manchmal von Feuerzungen oder Sonnenstrahlen eingerahmt und manchmal auch nur ein schlichtes Loch. Heutzutage ist da meistens eine LED-Lampe festgemacht, aber in früheren Zeiten, da war das eine ganz besondere Sache an Pfingsten. Bei einer bestimmten Stelle in der Lithurgie, nämlich dann, wenn die Gläubigen „Komm, komm, heiliger Geist“ beteten, dann schwebte aus diesem Loch eine hölzerne Taube an einem Seil, das der Mesner ganz langsam herunterließ. Die sollte den heiligen Geist symbolisieren und so den einfachen Menschen das Pfingstgeschehen verdeutlichen. Es soll schon vorgekommen sein, dass ein Mesner mal Probleme mit diesem „Heiliggeistloch“ hatte. Entweder ging der Deckel nicht auf oder das Seil verhakte sich. Pfingsten war trotzdem. Und damals wussten die Leute noch, um was es geht. So ändern sich die Zeiten.