"Am 7. Oktober 2014 war die erste Informationsveranstaltung, die mit Bürgermeister Schulz und Hauptamtsleiterin Döring organisiert wurde", erinnerte sich Stefan Mattes, Vorsitzender des Waldkindergartenvereins, dass der Verein schon zwei Wochen im Register eingetragen war." Rund 1,5 Jahre später, exakt am 4. April 2016, startete der Betrieb des Waldkindergartens. Die Herausforderung hatte darin bestanden, den richtigen Standort zu finden, und den haben die Kinder nun am Waldrand des Buchbühls, und zwar in einem Bauwagen. Was ihm als Unternehmer an dem Konzept besonders gefalle, sei die Einfachheit des Ganzen. "Inzwischen ist viel entstanden" fügte Mattes hinzu und man sehe, welche Kreativität dahinter stecke. Bürgermeister Christoph Schulz erwähnte, dass damals Holger Erbs-Korn mit seiner Idee auf ihn zugekommen sei: "Es fanden sich Leute, die mitmachten, allen voran Stefan Mattes." Der Rathauschef verschwieg nicht, dass die Thematik für viele Diskussionen in der Kommune sorgte: "Der Gemeinderat musste sich einiges anhören und es gab kein Thema, das mehr polarisierte." Das Konzept des Waldkindergartens entwickelte sich in den 50er Jahren in Skandinavien und mittlerweile existieren auch in Deutschland etwa 500 Einrichtungen. Ein Waldkindergarten ist im benachbarten Wilhelmsdorf und Bürgermeister Schulz nutzte die Gelegenheit, sich dort umzuschauen.

Er habe dort nichts Negatives beobachten können, was die Entwicklung der Kinder angehe wies der Rathauschef daraufhin, dass man heutzutage fast keine Kinder mehr draußen sehe, während der Aufenthalt im Freien beim Waldkindergarten das pädagogische Grundprinzip bilde. "Vielleicht ist es deshalb umso wichtiger, solche Einrichtungen zu schaffen", ergänzte Schulz. Mit viel Spaß sangen und beteten die Kinder während der Segnung durch die beiden Geistlichen und halfen auch Pfarrer Meinrad Huber bei der Segnung des Geländes mit Weihwasser.

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