Kaltes und feuchtes Wetter konnte 281 Schüler der Grundschule am Härle nicht davon abhalten, beim Sponsorenlauf im Seepark mitzumachen. In einem Pressetext informiert Konrektor Ulrich Leibbrand über die Aktion. Mit großer Begeisterung nahmen die Kinder den Lauf entlang des Planetenweges vom Allschwiler Platz zum Haus Baden-Württemberg und wieder zurück in Angriff.

Die Läufer der ersten bis vierten Klassen wuchsen über sich hinaus, galt es doch, Geld für Kinder in Boussouma zu sammeln, einem Ort im afrikanischen Burkina Faso. Die Initiative „Keng Taoree“ aus Pfullendorf setzt sich seit vielen Jahren für die Kinder dort ein. „Keng Taoree“ ist Mòoré und bedeutet „Wir packen es an“ – Mòoré wird in vielen Ländern Afrikas gesprochen.

Jede gelaufene Runde wurde von den Sponsoren unterstützt, die sich die Kinder Tage zuvor im Familien- und Freundeskreis ausgesucht hatten. Für die ersten und zweiten Klassen war um 8.30 Uhr gemeinsamer Start. Gegen 10 Uhr kamen dann die dritten und vierten Klassen. Jedes Kind hatte eine Laufkarte, auf der die gelaufenen Meter festgehalten wurden. Wie viel Geld die Kinder erlaufen haben, wird sich in den nächsten Tagen zeigen, wenn sie bei ihren Unterstützern das Geld abholen.

Unterstützt wurde Organisatorin Patricia Bachstein durch Kollegen sowie durch Heide Siegel und Brigitte Stanke von der Initiative Burkina Faso Pfullendorf. Sabine Bantle übernahm die Erste-Hilfe-Station. Die Initiatoren konnten keinen großen Seeparklauf wie in den vergangenen Jahren organisieren. So beschränkten sich die Lehrer auf einen Lauf der Härleschule, um Schulkinder in Boussouma in Burkina Faso zu unterstützen. Boussouma ist die Partnerstadt von Saint Jean de Braye, der französischen Partnerstadt Pfullendorfs. Die Härleschule unterstützt seit vielen Jahren die Primarschulen in Boussouma. Leider wechseln die Schulleitungen in Boussouma sehr häufig und so ist der Kontakt zwischen der Härleschule und den Grundschulen A und B überaus mühsam.

Im neuen Bildungsplan aller Schulen sind Leitperspektiven, die sich durch viele Fächer ziehen, festgeschrieben. Zwei dieser Leitperspektiven – „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ und „Prävention und Gesundheitsförderung“ waren sozusagen die „Bildungsplangrundlage“. Ganz praktisch bedeutet die Unterstützung der Schüler in Boussouma nachhaltige Entwicklung. In einem Land ohne nennenswerte Bodenschätze und einer unterentwickelten Industrie ist Bildung ein bedeutender Entwicklungsfaktor, um das Land voranzubringen. In Boussouma wird in der Amtssprache Französisch unterrichtet. Das ermöglicht in Burkina Faso die Teilnahme am öffentlichen, gesellschaftlichen Leben.