Das Ärgernis von illegaler Müllentsorgung an den Altglascontainerstandorten in der Überlinger Straße, am Lidl-Markt und Stadtgartenvorplatz hat Michael Wortmann, technischer Werkleiter in der Kreisabfallwirtschaft Sigmaringen, auf Anfrage des SÜDKURIER bestätigt. Die Standorte stünden deshalb bereits seit mehreren Jahren unter besonderer Beobachtung der Kreisabfallwirtschaft und würden zudem seit dem Sommer 2016 zweimal wöchentlich gereinigt.

„Das Erscheinungsbild hat sich durch diese Maßnahme zwar verbessert, es ist aber immer noch nicht zufriedenstellend; denn über die Depotcontainerstandorte wird weiterhin illegal Müll entsorgt“, konstatierte Wortmann. Die Kreisabfallwirtschaft würde stets über die Problematik informieren, in der Hoffnung, die Bürger dafür zu sensibilisieren. Deshalb seine Bitte, die Altglascontainerstandorte nur für die Entsorgung von Altglas zu nutzen und für weitere Abfälle die ortsnah erreichbaren Entsorgungseinrichtungen des Landkreises in Anspruch zu nehmen. Für die Reinigung der Altglascontainerstandorte hätten von der Kreisabfallwirtschaft und damit von der Allgemeinheit immerhin 8 600 Euro im Jahre 2017 und 12 400 Euro im Jahre 2016 aufgewendet werden müssen.

Gemeinsam mit der Stadt Pfullendorf sei auch die Verlegung an alternative Standorte erwogen worden. Nach gründlicher Prüfung habe sich jedoch kein Ort finden lassen, an dem das Problem der illegalen Müllablagerung nicht auftreten würde, so Wortmann. Ablagerungen fänden vor allem an jenen Plätzen statt, an denen nur wenige soziale Kontrolle stattfände. Bei der Standortwahl müsse in erster Linie auf den Lärm geachtet werden, der durch das Einwerfen von Glas verursacht wird, erklärte Wortmann: „Dies macht Standorte in reinen Wohngebieten meist schwierig.“ Mit Blick auf die Vermeidung einer möglichen Lärmbelästigung sei beispielsweise der Standort am Lidl-Markt eindeutig besser geeignet als ein Standort in einem reinen Wohngebiet.

Vollzug meldete indes der städtische Ordnungsbeamte: Einen der Verursacher habe er ausfindig machen können, die Höhe der Strafe würde das Landratsamt festlegen, da die Stadt die Fälle an die dortige Behörde weiterreicht.

Für Wortmann hat sich das Containersystem absolut bewährt: Gebrauchte Glasflaschen und Konservengläser würden mit Erfolg getrennt erfasst und als Sekundärrohstoff bei der Herstellung neuer Glasverpackungen eingesetzt. Durch das Altglasrecycling würde beim Herstellungsprozess viel Energie eingespart, was letztendlich der Umwelt zugutekomme.