Der RegioBus 500 wird während der Dauer der Landesgartenschau in Überlingen keine Fahrräder mitnehmen. Dies erfuhr Michael Gangotena, Vorstandsmitglied im Kreisverband des Allgemeinen Deutschen Fahrradklubs (ADFC) bei einem Gespräch mit Max Stöhr, Fachgebietsleiter des Landratsamtes für Kommunales und Verkehr und Stefan Leinweber, zuständig für die Verkehrsplanung, Schienenverkehr und die Weiterentwicklung der Linienverkehre im Landratsamt. „Damit können wir, der ADFC Kreisverband allerdings nicht zufrieden sein“, erklärt der Radfan, hat allerdings in gewissem Umfang Verständnis für diese Überlegungen, angesichts des erwartenden Besucherandranges. 

„Das Mitführen von Fahrradheckträgern ist nicht möglich“

Auf Anfrage des SÜDKURIER bestätigte gestern Max Stöhr, Leiter des Fachbereichs Kommunales und Nahverkehr im Landratsamt, das Fahrradmitnahmeverbot während der Landesgartenschau. Man erwarte während der halbjährigen Schau eine deutliche Zunahme der Fahrgastnachfrage auf der Regiobuslinie 500 von Sigmaringen über Pfullendorf nach Überlingen und zurück. Um diese bewältigen zu können, werden die Verkehrsunternehmen DB Zugbus RAB und KVB Gelenk- und Doppelstockbusse einsetzen. „Bei beiden Fahrzeugtypen ist das Mitführen von Fahrradheckträgern nicht möglich“, ergänzt Stöhr, dass eine Fahrradmitnahme im Innenraum wiederum deutlich zulasten der Gesamtkapazität und vor allem der Mitnahmemöglichkeit von Rollstühlen oder Kinderwagen gehen würde. Der 2016 von Verkehrsminister Winfried Hermann offiziell in Betrieb genommen RegioBus 500, der die Mittelzentren Überlingen, Sigmaringen und Pfullendorf verbindet, hat sich zu einer Erfolgsgeschichte des öffentlichen Personennahverkehrs entwickelt und derzeit werden 30 Haltepunkte zwischen den Mittelzentren, Krauchenwies, Herdwangen-Schönach und Owingen bedient.