Die Filme sind gedreht und geschnitten und die Akteure wissen genau, was sie zu tun haben. Denn das Ungewöhnliche an den Stadtgeschichten ist die Mischung aus Film und Live-Show. Das ist für die Zuschauer natürlich eine tolle Sache, verlangt aber eine nahezu sekundengenaue Koordination. "Eine Panne darf es nicht geben", sagen Rainer Jörger und Michael Schnurr, die auch diesmal sowohl für das Konzept als auch die Umsetzung verantwortlich zeichnen. "Manches ist natürlich diesmal etwas einfacher, weil wir mittlerweile eine ganze Menge Leute kennen und uns in der Stadt ein kleines Netzwerk aufgebaut haben", macht Jörger deutlich. Zu diesem Netzwerk gehört auch Mario Serazio. Er ist in der Stadthalle für die Technik verantwortlich. Genaugenommen geht ohne ihn nichts.

Zwar wird zusätzliche Ausrüstung von einer Spezialfirma gestellt, die auch bei anderen Shows von Jörger und Schnurr zum Einsatz kommt, aber niemand kennt die Örtlichkeiten so gut wie Serazio. "Der Mario ist Gold wert", schmunzelt Michael Schnurr. Das bewahrheitet sich auch wieder bei der Besprechung, wo noch eine ganze Menge Einzelheiten vor Ort zu klären sind. Bis zum großen Soundcheck ist zwar noch Zeit, aber anhand des Skripts wird nun genau festgelegt, welcher Akteur wann und wo zu stehen hat. "Wie platzieren wir das Schlagzeug?", fragt Jörger. "Ich würde vorschlagen hier", sagt Serazio und zeigt auf einen Platz auf der großen Bühne. Für die Show wird diese noch vergrößert und auch eine andere Filmleinwand muss installiert werden. Das muss so sein, damit die Übergänge zwischen Film und Live-Auftritt jeweils nahtlos funktionieren.

Vom Bluesmusiker über eine Bigband bis zum Chor muss alles koordiniert werden. Irmine Felix, die Vorsitzende des Gesangvereins hört ganz genau zu. Denn ihr Chor wird mit einer Besonderheit zu sehen und zu hören sein. "Das kriegen wir hin", freut sie sich schon. Die Innenstadtbeauftragte Mira Krane bespricht zwischendrin die letzten Punkte für die Werbung. Die ist noch gar nicht richtig angelaufen und schon sind für den Samstagabend enorm viele Karten verkauft worden. Die Stadt und das Produktionsteam haben sich deshalb entschlossen, am Sonntag, 22. Oktober, um 16 Uhr die kompletten Stadtgeschichten zu wiederholen. Für Mario Serazio ist das ein zusätzlicher Stress. Doch bislang bleibt er vollkommen ruhig. "Von Anfang an war die technische Umsetzung eine Besonderheit", sagt er und fügt hinzu: "Für mich ist diese Sache eine hoch interessante Aufgabe." Und damit er noch mehr Informationen bekommt, hat er eine ähnliche Show von Jörger und Schnurr in Bad Säckingen angeschaut. Da ist er extra hingefahren. Fremd gefühlt hat er sich dort aber nicht. Kein Wunder. Er stammt aus der Kurstadt. So war es eine Reise in die Heimat im doppelten Sinn: vom Linzgau in den Schwarzwald, von der neuen Heimat in die alte. Und er konnte eine beruhigende Erkenntnis mit nach Hause bringen: "In Bad Säckingen haben die das gleich gut gelöst wie bei uns." Das ist doch schon mal was.

Was bleibt ist die logistische Herausforderung. Doch Jörger und Schnurr sind da guten Mutes. "Alles im grünen Bereich", lachen die Profis, die es bei den Stadtgeschichten, von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, mit Amateuren zu tun haben. Und es gibt auch ein Lob: "Es ist schon super, wie die Leute hier mitmachen und uns unterstützen." Man darf auf das Ergebnis gespannt sein.

Pfullendorfer Stadtgeschichten

Nach dem grandiosen Erfolg der "Pfullendorfer Stadtgeschichten" im Jahr 2015 gibt es nun eine Fortsetzung und als Medienpartner ist wieder der SÜDKURIER als Heimatzeitung mit dabei. 1300 Zuschauer hatten vor zwei Jahren viel Spaß an der Veranstaltung und konnten ihre Stadt mit ihren Ortsteilen einmal aus einem ganz anderen Blickwinkel und in neuen Facetten erleben.

  • Vorverkauf: Der Vorverkauf hat bereits begonnen und weil das Interesse so groß war, gibt es neben der Veranstaltung am Samstag, 21. Oktober, 19 Uhr, noch einen zweiten Termin in der Stadthalle. Am Sonntag, 22. Oktober, gibt es um 16 Uhr eine Wiederholung mit dem kompletten Programm. Die Karte kostet 8 Euro und ist bei der Touristinformation, der Linzgau-Buchhandlung sowie der SÜDKURIER-Geschäftsstelle zu haben. Sollte es noch Karten an der Abendkasse am Samstag geben, kosten diese 10 Euro. Der SÜDKURIER unterstützt das Projekt Pfullendorfer Stadtgeschichten als Medienpartner.
  • Kartenverlosung: Der SÜDKURIER verlost zwei Karten für die Sonntagsvorstellung. Wählen Sie einfach die Telefonnummer 0 137/9 37 05 00 25 und nennen Sie das Stichwort „Stadtgeschichten“ sowie Name, Adresse und Telefonnummer. Ein Anruf aus dem Festnetz der Telekom kostet 50 Cent. Teilnahmeschluss ist Sonntag, 17. September, um 20 Uhr. Die Gewinner werden im SÜDKURIER veröffentlicht. Karten gibt es an der Abendkasse. (kf)