Ungebrochener Bauboom

Die Nachfrage nach Wohnbauflächen in der Linzgaustadt ist ungebrochen und deshalb haben Verwaltung und Gemeinderat entschieden, ein weiteres Baugebiet auszuweisen. Das sieben Hektar große Areal "Dreißigste Garb" befindet sich gegenüber den neu ausgewiesenen Baugebieten "Oberer Bussen I und II". Bei der nächsten Sitzung am 21. Februar will der Gemeinderat den entsprechenden Aufstellungsbeschluss fassen. "Der steigende Siedlungsdruck entlang des Bodensees macht sich auch in einer höheren Nachfrage nach Wohnraum im Bodenseehinterland bemerkbar", nennt die Verwaltung als den entscheidenden Grund für den anhaltenden Bauboom.

43 Bewerber für 29 Plätze

Im aktuellen Wohnbaugebiet "Oberer Bussen" stehen schon mehrere Häuser und von den 51 Bauplätzen wurden im vergangenen Jahr schon 34 verkauft und die restlichen 17 Plätze an die Bewerber zugeteilt und binnen drei Monaten wird der Vertrag notariell beglaubigt. Nach Angaben der Verwaltung liegen derzeit noch 43 konkrete Bewerbungen für die Wohngebiete "Oberer Bussen I und II" vor, die noch über keine Zuteilung verfügen. Allerdings können im zweiten Abschnitt des "Oberen Bussen" nur 29 Bauplätze ausgewiesen werden, sodass aktuell 14 Bewerber leer ausgehen würden. Ausgehend von der Flächengröße des "Oberen Bussen I", wo man auf rund fünf Hektar 51 Bauplätze ausgewiesen hat, könnten demnach in der "Dreißigsten Garb" mindestens 70 zusätzliche Bauplätze entstehen.

Ausgleichsflächen notwendig

Die Versiegelung all dieser Flächen erfordert bekanntlich einen ökologischen Ausgleich. Nach Angaben von Bürgermeister Thomas Kugler hat man diesen für den "Oberen Bussen I und II" schon erbracht. Für den Ausgleich bezüglich für die "Dreißigste Garb" könne man auf ein gut gefülltes Ökopunktekonto zurückgreifen. Schwieriger wird der Ausgleich für die Kommune bei Gewerbeflächen, denn je verdichteter die künftigen Areale genutzt werden, desto größer ist der Ausgleich. Sollte man hier die geforderten Ökopunkte nicht erbringen können, hätte Pfullendorf als Mitglied des regionalen Kompensationsflächenmanagements (ReKo) gute Chancen, an Punkte zu kommen.