In Großstädten ist die Parkplatzsuche oft ein Unterfangen, das nicht von schnellem Erfolg gekrönt ist. Und wenn man dann eine Lücke gefunden hat, sind es oft die Gebühren, die nicht gerade für lachende Gesichter sorgen. In der Linzgaustadt sind die Gebühren vergleichsweise moderat und es gibt sehr viele kostenlose Parkplätze. 1,5 Stunden sind meistens erlaubt. Das gilt auch für die Parkhäuser in der Heiligenberger Straße und der Uttengasse. Dort kostet jede zusätzliche halbe Stunde dann 50 Cent. Vorteil für Besitzer von Elektroautos: Sie dürfen im Parkhaus Uttengasse kostenlos Strom zapfen. Der kommt von den Stadtwerken, die auch Betreiber des Parkhauses sind.

Videoüberwacht, hell und mit breiten Auffahrten präsentiert sich das Parkhaus in der Uttengasse seit der Sanierung. 90 Minuten darf man hier kostenlos parken. Außerdem gibt es eine kostenlose Stromtankstelle.
Videoüberwacht, hell und mit breiten Auffahrten präsentiert sich das Parkhaus in der Uttengasse seit der Sanierung. 90 Minuten darf man hier kostenlos parken. Außerdem gibt es eine kostenlose Stromtankstelle. | Bild: Fahlbusch, Karlheinz

Außerhalb der Parkhäuser werden nur im Seepark Gebühren verlangt. 50 Cent kostet hier eine halbe Stunde, für zwölf Stunden werden 4 Euro fällig. Doch auch hier gilt: Wer nicht zahlt, der muss mit einem Verwarnungsgeld rechnen.

Im Gegensatz zur Innenstadt sind im Seepark Parkgebühren fällig.
Im Gegensatz zur Innenstadt sind im Seepark Parkgebühren fällig. | Bild: Fahlbusch, Karlheinz

Kontrollen sollen verstärkt werden

Die Sätze sind bundesweit geregelt und beginnen bei 10 Euro. Das gilt auch für die Autofahrer, die bewusst oder unbewusst vergessen, ihre Parkscheibe "von außen gut sichtbar", wie die Vorschrift lautet, an der Windschutzscheibe anzubringen. Wer im Besitz einer digitalen Parkscheibe ist, die vom Kraftfahrtbundesamt akzeptiert wird, der hat eigentlich kein Problem. Aber solche Scheiben lassen sich nicht manipulieren und gerade das scheint in Pfullendorf beliebt zu sein. "In Zukunft werden wir auch abends und an den Wochenenden verstärkt kontrollieren, ob die Autofahrer sich an die Regeln halten", sagt Simon Klaiber, Leiter des Ordnungsamts der Stadt. Die Scheibe vorzustellen, ist nicht erlaubt. Wenn der Verstoß festgestellt werde, dann seien mindesten 10 Euro fällig.

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Zusätzliche Kraft eingestellt

Klaiber spricht von rund 55 000 Euro, die pro Jahr von Parksündern an die Stadtkasse bezahlt werden müssen. "Die Disziplin ist oft verbesserungsfähig", sagt der Ordnungsamtsleiter. Weil er mit den mobilen und stationären Geschwindigkeitsüberwachungsgeräten viel zu tun habe, bleibe für die Überwachung der Parksünder nicht so viel Zeit. Deshalb wurde jetzt eine zusätzliche Kraft auf Minijob-Basis eingestellt, informiert der städtische Vollzugsbeamte.

Je länger die Parkzeitüberschreitung, desto teurer

Darauf zu vertrauen, dass abends und am Wochenende nicht kontrolliert wird, das kann in Zukunft ins Geld gehen. Und es muss nicht bei 10 Euro bleiben. "Es kommt auf die Schwere des Verstoßes an", erklärt der Chef vom Ordnungsamt. Das bedeutet: Es kommt darauf an, ob man die Parkzeit nur kurz oder sehr lange überzieht. "Man kann das mit Geschwindigkeitsüberschreitungen vergleichen", sagt Simon Klaiber. Da komme es auch darauf an, wie schnell man gefahren sei.

Wo man zeitlich unbegrenzt kostenlos parken kann

Wer nicht bequem ist, der braucht sich aber keine Gedanken über Strafzettel machen. In Pfullendorf gibt es mit dem Stadtgartenvorplatz und dem neuen Parkplatz zwischen Riku-Hotel und Linzgaucenter viele Möglichkeiten, das Fahrzeug kostenlos und sogar ohne Parkscheibe abzustellen. Beide Plätze sind im Besitz der Stadt. Bislang gibt es noch keine konkreten Überlegungen, auf den genannten Flächen eine Parkscheibenpflicht einzuführen. Klaiber denkt da ganz pragmatisch: "Man muss den Leuten auch die Möglichkeit geben, in Nähe der Innenstadt ohne Beschränkung zu parken."

Der Stadtgartenvorplatz ist für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen erlaubt und gebührenfrei. Auch eine Parkscheibe braucht man hier nicht.
Der Stadtgartenvorplatz ist für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen erlaubt und gebührenfrei. Auch eine Parkscheibe braucht man hier nicht. | Bild: Fahlbusch, Karlheinz

Dass die 30 Minuten Parkzeit in der Unteren Hauptstraße beim SÜDKURIER etwas knapp bemessen seien, werde oft kritisiert. Aber das Parkhaus sei direkt nebenan und da könne man 90 Minuten kostenlos und sogar videoüberwacht parken. Und an anderen Stellen sei die erlaubte Parkzeit deutlich länger.