Noch in diesem Jahr wird dem kostenlosen Parken bei den drei Krankenhäusern im Kreis ein Riegel vorgeschoben. Zurzeit werde ein Konzept erarbeitet, sagte Melanie Zeitler-Dauner, Geschäftsführerin der SRH Kliniken Landkreis Sigmaringen GmbH, in einem Gespräch mit dem SÜDKURIER. Geprüft würden alle möglichen Varianten für ein Gebühren-Konzept für die klinikeigenen Parkplätze. Unter anderem wird der Frage nachgegangen, ob Kurzparker weiterhin nichts bezahlen müssen. Und es gilt technische Aspekte zu klären, beispielsweise, ob es eine Schranke braucht oder ob Parkschein-Automaten ausreichen. Und es soll geklärt werden, welche Regelungen für die Beschäftigten an allen drei Standorten gefunden werden können. In diesem Zusammenhang sei das Klinik-Management seit Langem im Gespräch mit den Betriebsräten an den drei Standorten. Eng sei auch der Austausch mit den Städten Pfullendorf, Sigmaringen und Bad Saulgau. In diesem Zusammenhang wurde erhoben, welche Gebühren die Kommunen fürs Parken verlangen. Es ist vorgesehen, dass es einheitliche Gebühren an allen drei Klinik-Standorten geben wird.

Mittels der Parkgebühren erhofft sich Melanie Zeitler-Dauner auch einen ordnenden Effekt. In Sigmaringen würden die Parkplätze von Anwohner genutzt, während in Bad Saulgau oftmals, wie die Klinik-Chefin schilderte, Eltern oder Lehrer die Stellflächen des dortigen Krankenhaus-Parkplatzes nutzen würden.

Mit ein Auslöser dafür, dass Parkgebühren auf den klinikeigenen Flächen erhoben werden sollen, ist der Bau eines Parkhauses beim Sigmaringer Krankenhaus. Im April vergangenen Jahres beschloss der Kreistag, dass bis zu 3,5 Millionen Euro für dieses Parkhaus in der Kreisstadt ausgegeben werden dürfen. Mit den 300 Stellplätze dieses Parkhauses, das im Sommer fertiggestellt sein soll, würden sich künftig 665 Parkplätze auf dem Areal des Sigmaringer Krankenhauses finden. Refinanziert werden soll der Bau des Parkhauses auch über die Parkgebühren, die noch in diesem Jahr erhoben werden sollen.