Hunderte Einzelstücke waren hier im Einsatz: Accessoires wie Taschen, Federbüschel, Schmuck vieles mehr. Alles musste zum jeweiligen Outfit und vor allem zur jeweiligen Epoche passen, denn: Bei der Modenschau des Bergfests in Aftholderberg zeigten die Models Mode aus 100 Jahren.

Das Zuschauerinteresse an der Modenschau war groß. Die Modetrends von 100 Jahren wollten sich die wenigsten entgehen lassen.
Das Zuschauerinteresse an der Modenschau war groß. Die Modetrends von 100 Jahren wollten sich die wenigsten entgehen lassen. | Bild: Robert Reschke

Alles passte zu Klamotte und Zeitgeist. Barbara Pudimat und Markus Dittmer, das Führungsduo der Narrenzunft Berggeister, und ihre vielen Helfer trafen mit ihrer Modeschau wieder den Geschmack des Publikums. So waren die Plätze rund um den Laufsteg entsprechend schon frühzeitig besetzt. 100 Kostüme zeigten die 25 Models, die Auftritte waren mit der jeweils passenden Musik abgestimmt.

Die Vorbereitungszeit war entsprechend geprägt von der Suche nach Kleidungsstücken, meist Leihgaben aus Privathaushalten. Dazu wurde auch aktuelle Mode sowie Herrenwäsche präsentiert. Letzteres übernahmen die Ringer vom KSV Linzgau-Taisersdorf.

Die Ringer des KSV Linzgau-Taisersdorf präsentierten Männermode.
Die Ringer des KSV Linzgau-Taisersdorf präsentierten Männermode. | Bild: Robert Reschke

25 Helfer hinter dem Laufsteg

25 Helfer hinter dem Laufsteg sorgten dafür, dass alles reibungslos funktioniert und halfen den Models beim Umziehen. Die beiden Ansager, Markus Dittmer und Tobias Zeh, im Stil der 70er Jahre gekleidet, sorgten für die passenden Kommentare. So gab es nicht nur Informationen zu den einzelnen Kleidungsstücken und deren Besitzern. Auch Details zu politischen und sonstigen Ereignissen, Modegeschmack und Musik des entsprechenden Jahrzehnts wurden jeweils passend geliefert.

Der Musikverein Altheim sorgte am Sonntag für den richtigen Ton.
Der Musikverein Altheim sorgte am Sonntag für den richtigen Ton. | Bild: Robert Reschke

Und der Showtanzverein Hop-A-Holix aus Sauldorf sorgte mit Tanzeinlagen wie einem Charleston oder Boogie Woogie, natürlich im passenden Outfit, für Abwechslung. Die 100 Jahre starteten in den 1920ern Jahren mit Charleston-Stil, gingen über die sparsamen Modetrends in den Kriegszeiten bis hin zu Hippie-Mode. Schlaghosen, Mini- und Midi-Kleider oder auch Dirndl-Mode durften da nicht fehlen. Zu sehen waren auch viele Frauen in Brautkleidern aus den jeweiligen Jahrzehnten, jeweils begleitet von einem Ringer in einem passenden Anzug. Entsprechend gekleidete Blumenkinder durften die Brautpaare begleiten.

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Fassanstich am Samstag

Den Auftakt des Bergfestes bildete am Samstag der Fassanstich, der vom Fanfarenzug Großstadelhofen und der Gruppe Ravensband umrahmt wurde. Am Abend schlug dann die Stunde für die jugendlicheren Gäste. „800 bis 1000 Gäste waren es wohl“, schätzte Markus Dittmer. Sie konnten mit DJ Fryser bis in die frühen Morgenstunden feiern.

Tobias Zeh (links) und Markus Dittmer moderierten die Auftritte der Models mit vielen unterhaltsamen Hintergrundinformationen.
Tobias Zeh (links) und Markus Dittmer moderierten die Auftritte der Models mit vielen unterhaltsamen Hintergrundinformationen. | Bild: Robert Reschke

Der Sonntag wurde mit dem Gottesdienst in der Scheune am Festplatz eröffnet. Der Musikverein Altheim sorgte bis zur Modenschau für musikalische Unterhaltung. Auch die kleinen Besucher wurden mit einem Kinderprogramm bei guter Laune gehalten. Der Abend gehörte dann den Tanzbegeisterten. Dazu sorgte das Sterntaler-Duo für Stimmung.

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Am Montag endete dann das Bergfest mit dem traditionellen Feierabendhock. Die Original Stehgreifler übernahmen die Einstimmung und wurden später von der Tanzkapelle Tamburin abgelöst, die für die weitere musikalische Unterhaltung sorgte. Da schmeckte der Haxen vom Grill doch gleich nochmal so gut.

Tanzeinlagen, wie hier ein Charleston, kamen bei den Zuschauern besonders gut an.
Tanzeinlagen, wie hier ein Charleston, kamen bei den Zuschauern besonders gut an. | Bild: Robert Reschke