Pfullendorf – Im Stadtgarten von Pfullendorf wird es am Samstag, 18. Mai, und am Sonntag, 19. Mai, ein Ritterlager samt mittelalterlichem Markt geben. Auch eine nächtliche Feuershow gehört zum Programm. Nach einer jahrelangen Pause hat André Heygster, städtischer Kulturbeauftragter, wieder eine solche Veranstaltung in die Linzgaustadt geholt. Verläuft diese erfolgreich, dann soll es regelmäßig solche Märkte geben, sagte er in einem Gespräch mit dem SÜDKURIER. Die jetzt geplante Veranstaltung sieht er als Prüfstein dafür an, ob eine solche Veranstaltung dauerhaft etabliert werden kann. Seiner Ansicht nach wäre der Stadtgarten der ideale Ort dafür. Der Garten ist für Heygster der schönste Platz in der Pfullendorfer Innenstadt. Zum einen habe der „sehr schöne“ Stadtgarten seine besonderen landschaftlichen Reize, zum anderen sei auch die nötige Infrastruktur vorhanden beziehungsweise erreichbar. Denn auch für einen solchen mittelalterlichen Markt brauche es Anschlüsse für Strom und Wasser. Obendrein könnten Besucher auf dem Stadtgarten-Vorplatz parken.

Seepark als Alternative

Heygster wirft für mögliche Zukunftsplanungen seinen Blick heute schon weit in die Zukunft. Sollte der Stadtgarten nicht mehr zur Verfügung stehen, weil er teilweise anderweitig genutzt werden sollte, dann könnte auch der Seepark für eine solche mittelalterliche Veranstaltung genutzt werden. Dieser war vom Aschaffenburger Ausrichter des Mittelaltermarktes zunächst besichtigt worden, wie Heygster in einem Gespräch mit dieser Zeitung schilderte. Doch als der Stadtgarten besichtigt worden war, war klar, dass dieser aktuell die erste Wahl ist. Was die künftige Nutzung des Stadtgartens anlangt, hatte es in der Vergangenheit Überlegungen gegeben, hier einen möglichen Neubau des evangelischen Kindertagheims anzusiedeln.

Der bevorstehende Mittelaltermarkt basiert auf einem Konzept, das ein Ritterlager nach historischem Vorbild mit einem Outlet-Verkauf kombiniert. Denn während des Marktes werden Beerenweine zu günstigen Preisen verkauft. Im Norden Deutschlands sei dieses Konzept sehr erfolgreich. Wegen der dort so großen Nachfrage gebe es diese Art des Marktes dieses Jahr in Pfullendorf erstmalig im Süden. Unter anderem aus mittelalterlichen Kutschen sollen die Beerenweine verkauft werden. Nach den bisherigen Planungen werden rund 40 Händler nach Pfullendorf kommen. Ausgeschenkt werden typisch mittelalterliche Getränke wie Met, Honigbier und Beerenwein.

Zum Programm gehören auch die Auftritte von zwei mittelalterlichen Musiktruppen. Und es wird mittelalterliche Ritterspiele geben. Ferner wird es ein Mäuseroulette geben. Hier muss auf den richtigen Turm getippt werden, in dem die Maus Unterschlupf sucht. Für dieses Spiel würden alle nötigen Genehmigungen vorliegen, sagt Heygster – auch mit Blick auf den Tierschutz. Neben dem bereits genannten Ritterlager wird es ein Badehaus geben, das kostenlos genutzt werden kann. Und neben einem Scherenschleifer soll auch eine Kinderschmiede aufgebaut werden. Heygster ist sich sicher, dass das mittelalterliche Spektakel Unterhaltungsangebote für Jung und Alt biete.