Michael Zoller, der Fraktionsvorsitzende der Unabhängigen Liste (UL), blickte bei der Nominierungsversammlung für die Gemeinderatswahlen am 26. Mai mit Stolz auf das Ergebnis: Alle 25 möglichen Kandidatenplätze konnten besetzt werden. Darüber hinaus hat die Fraktion mit zwölf Frauen auf der Liste mit Abstand den größten weiblichen Anteil aller bisher vorgestellten Kandidatenreihen. Und die UL hat sich auch ehrgeizige Ziele gesetzt: "Bei der diesjährigen Kommunalwahl möchten wir die Zahl der bisherigen sechs Mandatsträger zumindest verteidigen, besser natürlich steigern", verkündete der Fraktionsvorsitzende bei der Aufstellungsversammlung im Haus Linzgau.

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Umwelt- und Naturschutz sowie soziale Projekte im Fokus

Bei der Veranstaltung hatten auch die Kandidaten die Möglichkeit, sich selbst und ihre Ziele vorzustellen. Dabei wurde deutlich: Viele haben sich den Umwelt- und Naturschutz sowie soziale Projekte auf die Fahnen geschrieben. Dies waren auch für Thomas Aberle ganz zentrale Themen. Zudem wolle er sich dem Thema Senioren widmen, ergänzte er. Christina Mutschler-Hofmann meinte: "Für die Altstadt muss unbedingt ein neues Konzept her." Auch sehe sie im pflegerischen Sektor, dass viele Leute überfordert seien und Unterstützung benötigten. Hermann Billmann betonte, er hätte gerne jüngeren Kandidaten den Platz eingeräumt, aber ihm sei wichtig, dass im Gemeinderat eine dritte Kraft vertreten sei. Claudia Rentrop sagte, ihr liege die Familienförderung am Herzen.

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Themen von Kultur bis bezahlbarer Wohnraum

Walter Jäger erklärte, er wolle sich für eine umweltfreundliche Stadt- und Landentwicklung einsetzen. Für die Kinder wünsche er sich vor Ort gute Entwicklungsmöglichkeiten. Eva Riede-Leibbrand benannte bezahlbaren Wohnraum als zentrales Anliegen. Darüber hinaus sei ihr die Belebung der Innenstadt wichtig, sagte sie. Wichtigster Punkt für Andreas Kees: "Der Mensch sollte im Vordergrund stehen." Auch das Ehrenamt habe für ihn einen hohen Stellenwert. Mit Katharina Wetzel hat die UL auch eine Kunsthistorikerin in ihren Reihen. Ihr liegen vor allem Familien, aber auch die Kulturarbeit am Herzen. "Mit bildender Kunst ist in Pfullendorf nicht viel los", meinte sie. Im Falle eines Mandats wolle sie sich in diesem Bereich besonders engagieren.

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Josef Joos aus dem Wohnbezirk Aach-Linz hat ganz andere Schwerpunkte: "Pfullendorf braucht so langsam eine andere Baupolitik", meinte er. Für ihn sei die Kulturlandschaft genauso wichtig wie der Lebensraum für Insekten. Wiederum andere Kernpunkte benannte Anne Single aus Großstadelhofen. Für sie stehe das Miteinander der Generationen sowie der verschieden Nationalitäten an erster Stelle, betonte sie.

Fraktionsvorsitzender Zoller: "Mehr Frauen würden auch dem Pfullendorfer Gemeinderat guttun"

Mit dreizehn neuen Kandidaten im Alter zwischen 36 und 72 Jahren und einem breiten Kompetenzspektrum sehe er die UL für die anstehenden Kommunalwahlen gut gerüstet, sagte Michael Zoller. Besonders freue er sich über den hohen Anteil an Frauen: "Frauen haben andere Sichtweisen und lösen Probleme anders. Mehr Frauen würden auch dem Pfullendorfer Gemeinderat guttun." Neben den zahlreichen neuen Gesichtern treten auch alle bisherigen Mandatsträger der UL erneut bei der Gemeinderatswahl an.