Ein Herbsttag wie aus dem Bilderbuch hat am Samstag mit der Kürbisnacht ein perfektes Ende gefunden. Mit Einbruch der Dunkelheit wurden rund um die Hackl-Scheune 400 Kürbisse angezündet und sorgten für ein stimmungsvolles Bild. Die Kürbislaternen waren auf einem Heuwagen, auf Strohballen und alten Wagenrädern ausgestellt. "Sagenhaft", staunte Ulla Ehrlinspiel. "Ich bin ganz begeistert, was hier geschaffen wurde." Wie ihr ging es den meisten, denn die Schnitzer hatten viel Kreativität bewiesen und die Kürbisse in wahre Meisterstücke verwandelt.

Neben den bekannten Kürbisfratzen waren viele andere Motive ins Fruchtfleisch geschabt und gekerbt worden. Hier eine Fledermaus, dort ein Spukschloss, ein Katzengesicht, ein Eule, eine Spinne, eine Hexe – sogar der Schriftzug "Wasserspucker" fand sich auf einem der Exemplare wieder. Die positive Resonanz im Vorjahr habe den Narenverein motiviert, die Kürbisnacht 2016 zu wiederholen, erklärte Präsident Michael Reichle. "Wir konnten die Kürbiszahl von 170 auf 400 enorm aufstocken." Der Großteil der Kürbisse stammte aus Ittendorf, wo die Wasserspucker einen Kürbisbauer ausfindig gemacht hatte, der ihnen 350 Früchte zu einem guten Preis überließ. Vereinsmitglieder hatten die Kürbisse eigenhändig geerntet, gewaschen und für die Kürbiswerkstatt ausgehöhlt. "Donnerstag und Freitag war die Kürbiswerkstatt sehr gut besucht", sagte Verena Meschenmoser, die gemeinsam mit Leonie Loitz, Ramona Diez und Nadine Heigle die Organisation der Kürbisnacht in die Hand genommen hatte. Ein echter Glücksfall für die Schnitzwerkstatt war Carola Sonntag aus Pfullendorf.

Von der Steinbildhauerin konnten sich die Teilnehmer abschauen, wie man die Kürbisse in wahre Kunstwerke verwandelt. "Nächstes Jahr wird Frau Sonntag vermutlich einen Workshop anbieten", freute sich Reichle. Nach der Kürbis-Besichtigung nutzten die Besucher die Möglichkeit, sich mit Dinnele, Kürbissuppe und Grillwurst zu stärken. Feuerschalen sorgten für angenehme Temperaturen. Svetlana und Andreas Feistbauer waren extra aus Leutkirch nach Illmensee gekommen, Bernd Straub aus Friedrichshafen. "Ich habe im SÜDKURIER die Ankündigung gelesen und es gefällt mir sehr gut hier." Auch Günter und Brigitte Reich waren begeistert. "Wir sind vor vier Montane nach Ruschweiler gezogen, die Kürbisnacht ist prima!" Das Ehepaar Sander aus Hohentengen war speziell wegen der Band in Illmensee. Denn nicht nur vor, auch in der Hackl-Scheune wurde gefeiert. "Flame" sorgte mit Country-Rock von CCR, Johnny Cash und "Eagles" für Stimmung.