Mit einem Schulfest am 25. Juli feiert die Kasimir-Walchner-Schule ihr 50-jähriges Bestehen. Die Klassen werden jahrgangsgemischt, teilweise nach den Prinzipien der Montessori-Pädagogik unterrichtet. Projektunterricht ist ein wichtiges Merkmal aller Klassen.

  • Leitbild: Die Schüler werden derzeit von 17 Lehrkräften unterrichtet, gefördert und begleitet auf ihrem Weg durch die Schulzeit ins Alltags- und Berufsleben. Das Leitbild der Kasimir-Walchner-Schule lautet seit 2008: „Stark werden fürs Leben.“ Die Lehrer engagieren sich dafür, allen Kindern Erfolge zu ermöglichen und ihnen einen Lernort zu bieten, an dem sie sich angenommen, gefördert und gefordert fühlen. Überzeugt ist das Kollegium, dass eine gute Lernatmosphäre die Grundlage für erfolgreiches Lernen ist, und es wird großer Wert auf einen engen Kontakt zum Elternhaus gelegt.
  • Weitere Angebote: Mittlerweile gehört zur Schulgemeinschaft auch ein Schulkindergarten, den es seit dem Schuljahr 2010/11 gibt. An der Schule ist eine Frühförderstelle angeschlossen. Sie bietet an allen Kindertageseinrichtungen, die zum Einzugsgebiet der Kasimir-Walchner-Schule gehören, Frühförderung und Beratung vor Ort oder in der Frühförderstelle der Schule an. Der sonderpädagogische Dienst arbeitet an allen Schulen des Einzugsgebietes.
  • Unterstützung: Jugendbegleiter, Lehrbeauftragter, Therapeuten, Künstler, Musiker, die Schulsozialarbeit und eine FSJlerin unterstützen die Pädagogen. Zur Zeit arbeiten 24 Ehrenamtliche der Schule. Das Angebot für die Schüler reicht von Förderangeboten in Mathematik, Sprachförderung oder Lesen, bis hin zur Unterstützung bei der Schulfremdenprüfung über Führerscheintraining, Computerangebote und Hausaufgabenbetreuung. Sogar eine Fahrrad-Werkstatt-Gruppe gibt es. Es gibt Angebote im Sportbereich, sowie im musischen Bereich Trommeln, Percussion, Chor, Flöten und Melodikaspiel. In der Unterstufe haben die Kinder die Möglichkeit, im Rahmen der Ganztagesbetreuung zu kochen, zu basteln und zu spielen.
  • Ganztagesbetreuung: Dieses Angebot gibt es seit dem Schuljahr 2006/07, nachdem schon 1979/80 der Nachmittagsunterricht eingeführt worden war, was bis dahin einmalig im Schulamt Sigmaringen war. Der Versuch bewährte sich zwar, wurde aber aus Kostengründen eingestellt. Derzeit wird an vier Nachmittagen eine Ganztagesbetreuung angeboten. Gesucht werden ehrenamtliche Unterstützer, die dabei eine Aufgabe an der Schule übernehmen möchten. Wer Interesse hat, kann sich unter Tel. 07552/91253 melden. Neben den Ehrenamtlichen gibt es viele zahlreiche Partnerschaften mit regionalen Unternehmen und Betrieben, Jugend-, Sozial- und Gesundheitsämtern sowie Vereinen. Die ersten Bildungspartnerschaften mit Betrieben wurden im Juli 2011 geschlossen.
  • Historie: Erstmals gab es im Jahr 1969 in Pfullendorf eine eigene Klasse mit 28 Kindern, die einen besonderen Förderbedarf hatten. Diese Klasse war in der Grundschule am Härle untergebracht, sie stellt aber die Gründung unserer Schulart in Pfullendorf dar. Im Jahr 1970 gab es zwei Klassen, eine an der Grundschule am Härle und eine in der Sechslindenschule. Im Schuljahr 1972/73 gab es drei, im Schuljahr 1973/74 fünf Lerngruppen. In der Otterswanger Schule, auf die man ausgewichen war, konnten nicht so viele Klassen untergebracht werden. Deshalb stellte der Schulträger zum Schuljahr 1974/75 die ehemaligen Gebäude der kaufmännischen, hauswirtschaftlichen und landwirtschaftlichen Schule auf dem Eichberg zur Verfügung, das bis heute das Schulgebäude ist. Die Zahl der Schüler erreichte 1976 mit 151 Schülern die Höchstzahl.
  • Entwicklung: Bis 1986 hieß die Schule noch Sonderschule, und wurde dann in Förderschule umgetauft. Seit 2015 ist die Einrichtung ein sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum. Während der Rektorenzeit von Eva Riede-Leibbrand, die von 2009 bis Juli 2018 die Leitung inne hatte, wurde die Schule in „Kasimir-Walchner-Schule“ umbenannt. Im Jahr 2002 wurde der Förderverein gegründet, der die Schule auch heute noch unterstützt. Josef Stempfle, der von 1998 bis 2009 Schulleiter war, berichtet von einem Besuch von Ministerialrat Söhnke Asmussen. Er habe, nachdem Stempfle das Schulkonzept vorgestellt habe, geantwortet: „Das, was Sie in Pfullendorf machen, das wollen wir für das ganze Land!“
  • Dienstleistungs-AG: Rektorin Eva Riede-Leibbrand führte die Dienstleistungs-AG ein, die im Juni 2019 in eine Schülerfirma umgewandelt wurde – dem KaWa Service. Dabei bieten die Schüler Dienstleistungen im Bereich Catering, Gartenpflege, Einkaufsdienst, Schneeschippen oder Umzugshilfe an. Aufträge werden unter Tel. 0 75 52/9 12 53 entgegengenommen.