Ging es zuletzt bei den Dreharbeiten für die Pfullendorfer Stadtgeschichten auf dem Bisonhof und mit Bluespianist Steve Clayton tierisch respektive musikalisch zu, stand am vergangenen Freitag der Sport im Mittelpunkt. Rainer Jörger und Michael Schnurr haben bereits bei der ersten Auflage der Multimedia-Show im Jahr 2015 gezeigt, wie facettenreich das Leben in Pfullendorf und seinen Ortsteilen ist.

Ob Übungs-, Trainings- oder Wettkampfbetrieb, wer sich in Pfullendorf bewegen will, hat viele Möglichkeiten. Die Stadt verfügt über Sportstätten im Tiefental mit Waldstadion, Trainingsplätzen, Tennisanlage und DAV-Kletterturm. Die Fußballer des SCP und die Landesliga-Handball-Teams des TVP sind weit über die Stadtgrenzen hinaus ein Begriff. Nicht ganz so bekannt, aber auf dem besten Weg, sich immer mehr in das Bewusstsein zu sporteln, ist der noch junge Boxclub Pfullendorf (BCP). 2015 und 2016 hat der BCP eine große Boxgala ausgerichtet, um den Sport in der Region bekannter zu machen. Die Teilnehmer kamen aus 13 Vereinen in ganz Baden-Württemberg und die Zuschauer erlebten in der Stadthalle spannende Kämpfe. Die dritte Boxgala ist für Ende Oktober geplant.

Bei den Dreharbeiten zu den 2. Stadtgeschichten schauten Regisseur Michael Schnurr und Kameramann Rainer Jörger beim Training des Boxclubs vorbei. <em>Bild: Kirsten Johanson</em>
Bei den Dreharbeiten zu den 2. Stadtgeschichten schauten Regisseur Michael Schnurr und Kameramann Rainer Jörger beim Training des Boxclubs vorbei. Bild: Kirsten Johanson | Bild: Kirsten Johanson

Drei C-Lizenz-Trainer bringen den Boxsport-Interessierten den Kampfsport rund um Schlaghand, Führhand, Beinarbeit, Deckung, Angriff und Konter näher. Acht Amateurboxer des BCP nehmen mittlerweile an Wettkämpfen wie den Landesmeisterschaften teil. Insgesamt zählt der Verein rund 60 Mitglieder zwischen acht und 40 Jahren. Eine der weniger Frauen ist Ekaterina (22). Die junge Frau trainiert seit ihrem 16. Lebensjahr beim BCP. Ihre langen Wimpern werfen beim Außendreh dunkle Schatten auf die Partie unter den Augen, was dem Kameramann gleich auffällt. "Wir brauchen mal jemanden, der das Gesicht beschattet", ruft Regisseur Michael Schnurr. Alex Kriger sprintet herbei und hält für die nächsten Minuten ein Stück Pappe zwischen Sonne und Ekaterina. Mit erhobenen Fäusten, die in Boxhandschuhen beeindruckend aussehen, spricht sie ihren Satz in die Kamera. Wenn ihre Hände zu dicht beieinander sind und Leder auf Leder trifft, verursacht das ein kaum wahrnehmbares Quietschen. Den Profi-Filmern entgeht das nicht. "Bitte noch mal wiederholen", heißt es daher.

Alex Kriger fängt mit den Pratzen die Schläge von Ekaterina ab.
Alex Kriger fängt mit den Pratzen die Schläge von Ekaterina ab. | Bild: Kirsten Johanson

Gegründet wurde der BCP vor sieben Jahren von Jakob Gretz und Alex Kriger. Das Duo hatte zuvor in Sigmaringen trainiert und entschloss sich, in Pfullendorf einen Boxclub zu gründen. "Beweglichkeit, Schnelligkeit, Ausdauer, Kraft, ein gutes Auge, gute Reflexe und Antizipation", zählt Gretz auf, was einen Boxsportler auszeichnet. Wie das in der Praxis aussieht, wird in den Pfullendorfer Stadtgeschichten zu sehen sein.

Pfullendorfer Stadtgeschichten

Aufführungstermin für die Pfullendorfer Stadtgeschichten ist am Samstag, 21. Oktober, um 19 Uhr in der Stadthalle am Jakobsweg. Karten gibt es ab dem Frühsommer bei der SÜDKURIER-Geschäftsstelle in der Hauptstraße und bei der Tourist-Info im Rathaus. Der SÜDKURIER ist Medienpartner der Veranstaltung. Den Trailer gibt es im Internet unter www.pfullendorf.de