Manfred Walk, der jahrzehntelang die Stadt in verschiedenerlei Funktionen mitgeprägt hat, feiert am morgigen Sonntag bei bester Gesundheit seinen 80. Geburtstag. Der Jubilar war mit seiner Geradlinigkeit eine Marke auf der kommunalpolitischer Bühne, nachdem ihm 1973 erstmalig der Sprung in den Gemeinderat gelungen war. Nicht nur dort, auch im Kreistag setzte er Akzente. Und in der Linzgaustadt führte er 20 Jahre lang im Vorsitz die Freie-Wähler-Fraktion an, fungierte als deren Fraktionssprecher. Der damalige Vorsitzende der Freien Wähler, Willi Nusser, hatte ihn, den damals 31-Jährigen, für seine kommunale Wählergemeinschaft zum Mitmachen animiert. 1991 wurde Walk für sein vielfältiges Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Als ehrenamtlicher Schöffe war er 25 Jahre beim Sozialgericht in Konstanz tätig.

Der gelernte Maurermeister hatte 1965 die elterliche Baufirma übernommen, zeitweilig gehörten dem Unternehmen bis zu 60 Mitarbeiter an. Für den erfolgreichen Unternehmer galt es jedoch auch, bittere Zeiten zu überstehen. So war sein Geschäft wegen einer Bauträgerfirma in Turbulenzen geraten. Trotz gewonnener Prozesse gegen diese Firma musste sein Bauunternehmen 2003 in Insolvenz gehen.

Als Ehrenamtlicher hatte Manfred Walk über Jahrzehnte bleibende Akzente gesetzt. So als Vorsitzender des SC Pfullendorf, der in seiner Ägide, von 1974 bis 2011, insbesondere mit seinen Mitstreitern Hans-Hermann Krane (Abteilungsleiter und Manager), Manfred Vobiller (Geschäftsführer) und Heinz Kühnlenz (Stellvertreter) sowie dem Hauptsponsor Alno zu einem ungeahnten Höheflug des SC Pfullendorf ansetzte, der dem Verein eine 35-jährige Zugehörigkeit in der dritt- und vierthöchsten Spielklasse ermöglichte. Der SCP zählte zu den ersten Adressen im südbadischen Fußball. Den sportlichen Gipfel erreichte der SCP im Jahre 2000 mit der Vizemeisterschaft der Regionalliga Süd, die zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga gegen LR Ahlen (1:1) und Union Berlin (1:3) führte. Bis heute verfolgt Manfred Walk das Fußballgeschehen in der Linzgaustadt, war am Donnerstag beim 3:2-Auswärtssieg in Schonach dabei und drückt seinem Verein die Daumen, dass der Wiederaufstieg in die Verbandsliga gelingt.

Große Popularität genoss der Mann auch in der Stadtmusik. 43 Jahre spielte er als Klarinettist und Saxofonist aktiv in der Kapelle mit, war zehn Jahre deren Vorsitzender und ist bis heute deren Ehrenvorsitzender. Die Stadtmusik wird ihm gewiss zu seinem Ehrentag ein Ständchen spielen.