Pfullendorf (kaj) Lange haben sie warten müssen, doch nun ist es geschafft: Im Juli 2013 war der Spatenstich für die Sanierung der Grundschule am Härle und den Neubau der Mensa, jetzt sind die Bauarbeiten abgeschlossen. "Unsere Schule erstrahlt in neuem Glanz und unser großer Schulhof ist endlich wieder in Kinderhand", freute sich Schulleiterin Susanne Seßler und mit ihr das ganze Kollegium, die Schüler und deren Eltern. Am vergangenen Freitag wurde ein buntes Schulfest gefeiert. Der Besucherandrang war enorm.

"Ich bin von der Resonanz total überwältigt", sagte Seßler. "Wir haben 300 Schüler, aber wir konnten im Vorfeld schlecht abschätzen, wie viele kommen würden, ob jedes Kind noch Eltern, Geschwister oder Oma und Opa mitbringt. Es sieht so aus, als wären alle da!" Die Besucher nutzten die Gelegenheit zum Rundgang und zeigten sich beeindruckt von den neuen Räumlichkeiten und der (technischen) Ausstattung. Auch viele ehemalige Schüler statteten ihrer früheren Schule einen Besuch ab. Nicht nur, um die neuen Klassenzimmer anzuschauen, sondern auch, weil das bunte Programm mit Gesang, Theater, Bastelaktionen und Mitmach-Spielen viel Unterhaltung versprach. "Ich habe den Umbau von der zweiten bis zur vierten Klasse miterlebt", erzählte Nina, die inzwischen die sechste Klasse der Realschule besucht. Die elektronische Tafel in einem der Klassenzimmer gefiel ihr besonders. "Es ist schön, dass die Technik auf dem neuesten Stand ist", sagte auch ihre Mutter, Regina Wahl. "Die Sanierung ist dringend nötig gewesen. Sie hat sich gelohnt!" Rebecca hat einen jüngeren Bruder am Härle. Die 12-jährige kennt die Schule noch von früher. "Da war vieles alt und kaputt, die Türen, Toiletten und Wände. Jetzt ist es sehr schön, mir gefällt vor allem der Pausenhof mit dem Klettergerüst."

Martin Fröhlich vom Förderkreis der Grundschule lobte ausdrücklich die Einrichtung der Mensa, denn ohne Mensa würde es keine Ganztagesbetreuung geben. Nachdem seine ältere Tochter vier Jahre lang die Baustelle "live" miterlebt hat, darf sich die jüngere Tochter freuen. "Sie wird nächstes Jahr hier eingeschult."

Das Gebäude hat schon viele Schülergenerationen kommen und gehen sehen, wurde es doch im November 1931 eingeweiht. "Ich habe die Schule besucht, und meine Mutter auch schon", erinnert sich Claudius Hennig. Mittlerweile drückt sein Sohn dort die Schulbank und seine Tochter kommt nach den Sommerferien in die erste Klasse. "Mit der neuen Grundschule ist Pfullendorf für die Zukunft gut aufgestellt", findet der 41-jährige.