Beste Ideen werden am 17. Juli prämiert

Was wäre, wenn alle 20 Existenzgründer, die sich am Gründerwettbewerb der Stadt beteiligt haben, ihre Idee tatsächlich verwirklichen und ein Geschäft eröffnen? Tatsächlich wurden die Erwartungen an das Projekt übertroffen, wie bei der ersten Präsentation der Geschäftsideen im neuen Rats- und Bürgersaal deutlich wurde. Von einer sehr guten Resonanz sprach Wirtschaftsförderer Bernd Mathieu, der den Wettbewerb federführend konzipierte, der seinen offiziellen Abschluss am 17. Juli, mit der Prämierung der besten drei Ideen findet.

Viele Beratungsangebote für Existenzgründer

Bis zum 27. Juni haben die 20 potenziellen Firmengründer nun Zeit, um einen ausgereiften Businessplan zu erstellen und damit die wirtschaftlich Tragfähigkeit ihres Konzepts nachzuweisen und die Jury zu überzeugen. Dabei können die Geschäftsleute in spe etliche Beratungsangebote der Wettbewerbspartner wie den örtlichen Banken, Handwerkskammer, der Industrie- und Handelskammer und dem Arbeitskreis "Senioren der Wirtschaft" in Anspruch nehmen.

Weinhandlung, Waschsalon und Naturkostladen

Von den 20 Wettbewerbsteilnehmern stellten neun ihre Ideen persönlich vor, die übrigen Vorschläge skizzierte Bernd Mathieu. Der gebürtige Pfullendorfer Hans-Günter Martin ist im Ruhestand, hat vor vielen Jahren eine Sommelierausbildung gemacht und war Teilhaber einer renommierten Weinhandlung. Er will eine Weinhandlung eröffnen und die "Pfullendorfer Genusswerkstatt" gründen, in der Pfullendorfer Produkte angeboten werden sollen. Stefanie Schraudolf aus Aach-Linz will ein Stoff- und Handarbeitsgeschäft starten, Nähkurse geben, einen Stickservice anbieten und Nähmaschinen verkaufen. Eine Geschenkboutique mit regionalen Produkten will sie in ihren Laden integrieren.

Teeladen und Smoothiebar

Katharina Hatzenbühler und Albert Wenz sind von ihrer SmooTea-Idee absolut überzeugt. Sie wollen mit einer Mischung aus Teeladen und Smoothiebar den Gesundheits-Fitness-Life-Trend bedienen. Den Hilferuf örtlicher Podologinnen will Martina Schmidt mit einer eigenen Praxis mit Kassenzulassung erhören, möglicherweise gemeinsam mit einer Kollegin, die Fußpflege anbietet.

Sie sucht seit Längerem in Pfullendorf erfolglos entsprechende Räume. Schon seit 27 Jahren schwebt Gisela Bärmann die Eröffnung eines Naturkostladens vor, und diesen Traum will die Ostracherin nun in Pfullendorf verwirklichen. Ihre Ausbildung als Evolutionspädagogin hat Sandra Hennig beendet und will nun Kinder-, Jugendliche- und Erwachsenencoaching anbieten. TV auf dem Smartphone, bei der Filme über örtliche Firmen zu sehen sind, präsentierte der Pfullendorfer Hoan Luu als Geschäftsidee.

Gläserne Produktion von Senf

Ein Teilnehmer will einen Waschsalon eröffnen, und hat als Kundschaft die Schulungsteilnehmer der Industriebetriebe im Blick, informierte Wirtschaftsförderer Mathieu, da der Ideengeber nicht selbst kommen konnte. Mit der gläsernen Produktion von Spezialsenfen will ein Geschäftsmann sein funktionierendes Geschäftsmodell aus dem Norden in Pfullendorf kopieren, inklusive eines Feinkostladens und Bistros. Eine Dame will einen Second-Hand-Laden eröffnen, der online funktioniert und zwei Brüder wollen ein Aquaristik-Geschäft betreiben.

E-Mobilitätscenter und Bollerwagenbau

Eine Grafikdesignerin wisse schon genau, welche Räume sie wolle, berichtete Mathieu, dass sich auch ein Versicherungsmakler aus weiterer Entfernung hier ansiedeln will. Zwei Zweiradmechaniker wollen ein E-Mobilitätscenter eröffnen und die Tüftler des multifunktionalen Bollerwagens wollen ihre Erfindung in Pfullendorf herstellen. "Das wird umgesetzt", sagte Mathieu zur Ansiedlung einer Zahnarztpraxis, und eine Geschäftsfrau will einen Unverpacktladen eröffnen.

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