Eine kreisweit bislang einmalige Zusammenarbeit haben der VdK-Ortsverband und der Bürgerhilfeverein vereinbart. Beide Vereine beziehen gemeinsame Räumlichkeiten in der Hauptstraße, gegenüber dem Schuhhaus Nipp, die beim Verkaufssonntag am 10. April der Öffentlichkeit vorgestellt werden sollen. „Wir sollen das soziale Miteinander stärken und allen Menschen in Pfullendorf einen Treffpunkt bieten“, freut sich Evamaria Höffer, Vorsitzende des 2015 gegründeten Bürgerhilfevereins, der schon länger ein neues Zuhause suchte und aktuell 19 Helfer hat.

So traf es sich gut, dass man mit dem VdK ins Gespräch kam, der bekanntlich seine Räumlichkeiten im TIP am Stadtsee aufgeben musste. Gemeinsam wurde man bei der Stadt vorstellig und schnell signalisierten Bürgermeister Thomas Kugler und Hauptamtsleiter Hans-Jürgen Rupp ihre Unterstützung. Und so fungiert die Stadt offiziell als Mieter der 90 Quadratmeter im Erdgeschoss und 40 Quadratmeter im Obergeschoss, die Eigentümer Theodor Nipp preisgünstig zur Verfügung stellt, wobei er weiter die Schaufensterfläche für die Schuhpräsentation nutzt. Im EG sind ein Begegnungszentrum und Büroräume geplant und im Obergeschoss können zwei Zimmer als Besprechungs- und Lagerraum genutzt werden. Viele Ideen haben die Vereinsverantwortlichen, wie man den „Treff“ nutzen will, wobei man viele Beratungsangebote offerieren möchte. Neben den Soziallotsen des VdK soll es demnächst eine Wohnberatung geben, bei der ein Experte beispielsweise über den behindertengerechten Hausumbau informiert. Der Kreisbehindertenbeauftragte will monatliche Sprechstunden anbieten und der VdK-Rechtsexperte ist gleichfalls vor Ort.

Auf Anregung einer jungen Frau soll es einen Strick-Treff für Jung und Alt geben und die Generationen sollen sich beim Erzählcafe' begegnen. Vorträge und Lesungen sind geplant, eine Hilfsmittelbörse und Selbsthilfegruppen könnten den „Treff“ als Versammlungsort nutzen. „Der Bedarf für diese Begegnungsstätte ist da“, ist VdK-Chef Fahlbusch überzeugt und Bürgerhilfevorsitzende Höffer ergänzt: „Wir wollen Ansprechpartner für alle Menschen sein!“ Deshalb sei der Standort inmitten der Stadt ideal, um sich unverbindlich umzuschauen. Den neuen Treff sehen die Vereinsverantwortlichen auch als Bestandteil des Seniorenkonzepts der Stadt. Viele gespendete Möbel hat man schon aufgestellt und ab Montag rückt der VdK-Malertrupp an, denn beim verkaufsoffenen Sonntag im April will man das Ergebnis der Kooperation der Öffentlichkeit vorstellen.
 

Geplante Aktivitäten


Geplant ist monatlich eine Rechtsberatung durch den VdK sowie eine Wohnberatung und der Kreisbehindertenbeauftragte Hans Heller wird vor Ort sein. Die Soziallotsen des VdK bieten ihre Dienste an und es soll ein Rollstuhlfahrertreff eingerichtet werden. In den Räumen sind Vorträge, Lesungen und ein Erzähl-Café geplant. (siv)