Vorurteile sind auch dazu da, widerlegt zu werden. Das gilt auch für die Behauptung, dass Jugendliche sich nur noch für Smartphones interessieren und in einer Gruppe eigentlich nur „rumhängen“ wollen. Der Stamm Schwarze Panter im Bund Deutscher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP) beweist das Gegenteil.

Und das nun schon seit 15 Jahren. „Der diesjährige Jahresrückblick konnte sich echt sehen lassen“, freut sich Pfadfinderchef Felix Hug. Es gab Rückblicke auf viele spannende Erlebnisse und erfolgreiche Aktionen und auch die Erkenntnis, dass das Interesse der jungen Leute am Pfadfindertum nicht immer sehr groß ist.

Zu dem 15-jährigen Bestehen des Stammes konnten die Scouts auf so manches erfolgreiches und spannendes Erlebnis zurückblicken. Rund 180 Pfadfinder, Eltern und Freunde waren ins Haus Linzgau gekommen und erlebten einen abwechslungsreichen Nachmittag.

Die vielen Besucher erlebten am Samstagnachmittag im Haus Linzgau ein abwechlungsreiches Programm und ein motiviertes Führungsteam.
Die vielen Besucher erlebten am Samstagnachmittag im Haus Linzgau ein abwechlungsreiches Programm und ein motiviertes Führungsteam. | Bild: Pfadfinder

Auch der bis vor kurzem amtierende Landesvorsitzende Stefan Welz war extra aus Frankfurt angereist. Besondere Gäste waren zwei Pfadfinder aus Kroatien, die noch gar nicht so lange mit ihrer Familie in Deutschland leben.

Zur Begrüßung stellte Felix Hug mit seinem Stellvertreter Johannes Pinkus die Höhepunkte seit Gründung des Pfadfinderstammes vor 15 Jahren vor. Unter den vielen Auslandscamps waren es Genua/Italien, Gadno/Polen, Pullendorf/Österreich und das letztjährige Camp in Peciu Nou/Rumänien, die besonders im Gedächtnis geblieben sind.

Als weitere Besonderheit wurde vom Vorstand das eigene Leiterfindungs- und Bildungskonzept erwähnt. Nur durch diese außergewöhnlichen Konzepte sei es dem Pfadfinderstamm möglich, junge ehrenamtliche Gruppenleiter aus den eigenen Reihen zu ziehen, sind Hug und Pinkus überzeugt.

Das Engagement der jungen Leute sei echt lobenswert, zumal die Anforderungen an die Gruppenleiter nicht stehen bleiben. Man müsse in dieser Tätigkeit auch immer mit der Zeit gehen. Der Höhepunkt schlechthin seit ihres Bestehens war für den Pfadfinderstamm der Besuch eines Kamerateams.

Dieses Team drehte an drei Tagen mit den Pfadfindern im Auftrag von RTL II eine Reportage zum Thema Survival, das auch ausgestrahlt wurde.

Mittel für Küchenzelt benötigt

Da die Wölflingsstufe der sieben- bis elfjährigen Pfadfinder enorm gewachsen ist, sind momentan alle Zelte bei einem Camp belegt. Was die Stammesleitung momentan in puncto Zelte beschäftigt, ist die Tatsache, dass das Küchenzelt ins Alter gekommen ist.

Deshalb wird dringend ein neues Zelt benötigt. Dafür haben die Schwarzen Panter aber schlichtweg nicht die finanziellen Mittel. Man ist aber guter Dinge, dass vielleicht einige Spenden reinkommen, damit dieses Zelt, das etwa 5500 Euro kostet, zeitnah angeschafft werden kann.

Das Programm beim Jahresrückblick war sehr gelungen. Neben kurzweiligen Sketchen der einzelnen Stufen war die große Movie-Show der Höhepunkt. In den Pausen konnten sich Besucher in der sehr umfangreichen Ausstellung zum Thema Pfadfinderarbeit informieren. Natürlich durfte auch eine Tombola nicht fehlen.