Der Kartoffelhof und Ackerbaubetrieb Frick in Kleinstadelhofen war einmal mehr ein gefragter Drehort für Filmaufnahmen. Dieses Mal rückte nicht der SWR in Sachen "Lecker aufs Land" an, sondern das Team der Pfullendorfer Stadtgeschichten. Seit Monaten sind Michael Schnurr und Rainer Jörger in und um Pfullendorf unterwegs, um interessante Menschen und Orte zu besuchen.

Wie passen blanchierte Mandeln, ei n Schuss Birnenschnaps, weiße Kuvertüre und gestampfte Kartoffeln zusammen? Wer es genau wissen will, sollte sich den 21. Oktober vormerken. Denn bei der Multimedia-Show in der Stadthalle wird auch Solanum tuberosum, also die Kartoffel, eine Rolle spielen. Daraus lässt sich weitaus mehr herstellen als Salat, Püree oder Gratin. Sie taugen nämlich auch wunderbar als Naschwerk für zwischendurch. Zu erklären, wie sich die mehlige Knolle in eine Praline verwandelt, ist die Aufgabe von Michaela Frick. Sie ist stets auf der Suche nach raffinierten Rezepten. "Do han I a Freid dra!'"

Familie Frick baut über zehn Sorten Pflanz- und Speisekartoffeln an. Michaela Frick, gelernte Gärtnerin und Mutter von zwei Söhnen, kümmert sich außerdem um Hofladen und Ferienwohnung.

Bereits am Vormittag standen Dieter Frick und der 15-jährige Sohn Dominik vor der Kamera. Sie wurden gefilmt, wie sie am Vollernter schrauben. Nachmittags sind die Szenen mit Michaela Frick dran. "Oma Gerda" betrachtet das ganze Geschehen aus sicherer Entfernung. Sie staunt, wie aufwändig es sein kann, selbst kürzeste Sequenzen zu filmen. Tonbeeinträchtigungen führen manches Mal zu Unterbrechungen und Wiederholungen, einmal ist es die kreischende Säge aus der Halle, ein anderes Mal ein vorbeifahrender Lastwagen oder ein Sportflugzeug am Himmel.

"Den Oberkörper etwas nach vorne neigen, dann spiegelt die Brille nicht so", weist Kameramann Jörger die Kartoffel-Fachfrau an. Sie sitzt neben Regisseur Schnurr am Esstisch, Scheinwerfer und Mikrofon sind aufgebaut. Assistent Olaf Michel blättert im Script. Es gilt, die letzte "On-Szene" vor einer Reihe von "Off-Szenen" zu filmen. Michaela Frick soll in die Kamera sprechen, was sie an Kartoffeln fasziniert. Der vermeintlich einfache Satz "im Wasserbad zerlassene weiße Kuvertüre" gestaltet sich komplizierter als gedacht, wenn man dabei gefilmt wird. "Je öfter ich das sage, um so mehr bleibe ich hängen!" Und dann auch noch diese hochdeutschen Texte. Nein, das passt nicht zu ihr. Michaela Frick formuliert so manche Passage um, weil es authentischer klingt, wenn sie so redet wie immer. Sogar Schnurr fängt plötzlich "schwäbisch schwätze" an, stellt Jörger lachend fest. Dann wechselt der Schauplatz vom Esstisch zur Küche. Der Drehtag ist noch nicht zu Ende.

Pfullendorfer Stadtgeschichten

Aufführungstermin für die Multimediashow "Pfullendorfer Stadtgeschichten" ist Samstag, 21. Oktober, 19 Uhr, in der Stadthalle. Der SÜDKURIER ist Medienpartner der Veranstaltung. Einen Trailer kann man sich auf der Webseite der Stadt ansehen: www.pfullendorf.de