Ereignisreiches Jahr

Die Feuerwehr sieht ein ereignisreiches und vielseitiges Jahr 2018 hinter sich. "Wir hatten viele kleine Einsätze, aber nichts Spektakuläres", beurteilte Kommandant Dieter Müller das zurückliegende Jahr. Dies ist hauptsächlich auf die langanhaltende stabile Wetterlage zurückzuführen, die zu einer wesentlich geringeren Anzahl von Unwettereinsätzen führte, erläuterte er weiter. Dies belegte auch anschließend Schriftführerin Annabell Traub mit einem umfangreichen Zahlenwerk. So musste die Wehr zu insgesamt 143 Einsätzen ausrücken. Im Vorjahr waren es noch 197 Einsätze gewesen. Durch ihr Eingreifen konnte die Wehr 54 Personen erfolgreich retten.

48 Lehrgänge besucht

Bei den Einsätzen wurde kein Aktiver der Feuerwehr verletzt. "Das spricht für die sehr professionelle und sehr strukturierte Arbeit der Wehr", konstatierte Bürgermeister Thomas Kugler später. Um die Qualität der Pfullendorfer Wehr auch weiterhin auf einem hohen Niveau zu halten, wurden insgesamt 48 Ausbildungs- und Lehrgänge besucht.

Jugendarbeit wird schwieriger

Die Lage bei der Jugendarbeit ist momentan etwas schwieriger. Muss doch Jugendwart Dietmar Schelshorn mit Daniel Roth einen seiner Trainer ziehen lassen und zudem zwei Jugendliche in die aktive Wehr verabschieden. Die ist über diese Neuzugänge aus den eigenen Reihen natürlich sehr erfreut und kann nun auf einen Gesamtstand von 46 Aktiven verweisen. Insgesamt gab es für die Stadtwehr mit Anna-Lena Löhle, Dominik Lorber und Kim Raabe drei Neuaufnahmen, die auch schon auf eine abgeschlossene Grundausbildung verweisen können. Dazu kommen mit Jonas Bäuerle, Marc Brillert, Jörg Hartmann, Daniel Ortmann und Sascha Schweikart fünf Übernahmen aus der Probezeit.

Alte Fahrzeuge werden ersetzt

Zuwachs wird sich auch im technischen Bereich ergeben. Für die Abteilungen in Großstadelhofen sowie in Otterswang werden zwei Altfahrzeuge durch neue Tragkraftspritzenfahrzeuge ersetzt. Des Weiteren wird ein Rüstwagen, der bei einer Einsatzfahrt stark beschädigt wurde, vorzeitig beschafft. Zudem wird im ersten Halbjahr 2019 die neue Schlauchpflegeanlage im Gerätehaus Pfullendorf in Betrieb gehen.

Ausschuss wird erweitert und verjüngt

Turnusgemäß mussten die Pfullendorfer einen neuen Abteilungsausschuss wählen. In geheimer Abstimmung wurden zu den fünf bisherigen Mitgliedern fünf neue Kameraden gewählt. "Ich freue mich auf den jungen Ausschuss", meinte Dieter Müller nach den Wahlen. Dazu erhielten noch zehn Mitglieder das Feuerwehrabzeichen in Bronze für ihre mindestens 15-jährige Dienstzeit durch Dieter Müller überreicht.

"Möchte vielen Personen helfen"

Kim Raabe, 20 Jahre alt, ist eine der Neuaufnahmen aus dem Nachwuchskader der Pfullendorfer Abteilung, dem sie seit 2013 angehörte.

Was waren für sie die Gründe, auch gerade als junge Frau, sich bei der Feuerwehr Pfullendorf zu engagieren?

Ich hatte immer schon den Kick den Menschen zu helfen. Deshalb absolviere ich auch die Ausbildung zur Krankenschwester hier im Krankenhaus Pfullendorf. Bei der Feuerwehr, das geb ich zu, ist es vielleicht auch ein bisschen der Adrenalin-Kick. Dazu kommen noch der besondere Zusammenhalt und die Kameradschaft in der Truppe, die mir wirklich gut gefällt. Auch das Leistungsspektrum bei der Feuerwehr ist von den Bränden über die technische Hilfeleistung bis hin zur Tierrettung sehr vielseitig. Als Frau muss man sich auf jeden Fall schon mehr beweisen.

Haben sie sich auch persönliche Ziele gesetzt?

In erster Linie möchte ich vielen Personen helfen. Zudem möchte ich möglichst viele Weiterbildungen absolvieren und dementsprechend viele Dienstgrade erreichen. Bei meiner Ausbildung kann ich leider zu Einsätzen nicht weg, wofür ich natürlich absolutes Verständnis habe. Aber ich bin wegen dieser Angelegenheit gerade im Gespräch mit meinem Ausbildungsbetrieb, dies vielleicht zu verbessern.

Fragen: Robert Reschke