Kostenlose Ladestationen

Die Stadtwerke betreiben seit im sanierten Parkhaus in der Stadtmitte vier Stellplätze, wo E-Autos kostenlos aufgeladen werden können. „Hier werden wir im Herbst auch noch vier Ladestellen für E-Bikes installieren“, erklärt Stadtwerkechef Jörg-Arne Bias auf Anfrage des SÜDKURIER. Je vier Lademöglichkeiten für E-Bikes gibt es beim „Lukullum“ im Seepark und am Freibad. Das BMW-Autohaus Karl Fritz betreibt eine Autoladestation, und auf dem AOK-Parkplatz steht eine Ladesäule der OEW. Im September wird die EnBW bei der Gaststätte „Barfüßer“ eine weitere Ladestation mit zwei Stellplätzen eröffnen. In den Ortsteilen gibt es noch keine Möglichkeit, öffentlich Strom zu tanken? Keine Einheitlichkeit gibt es auch bei der Ladeinfrastruktur, was Steckdosenanschluss und Bezahlfunktion angeht.

Eine Säule in Herdwangen-Schönach

Die Entscheidung über Installation und Betrieb von E-Ladesäulen und die Auswahl des Partners liegt bei den jeweiligen Gemeinden. In der Gemeinde Herdwangen-Schönach gibt es eine Säule mit zwei Ladepunkten. Sie steht bei der Grundschule in Großschönach und wurde im Zusammenhang mit der Neugestaltung der Dorfmitte errichtet. Sie ist seit Herbst 2018 in Betrieb und hat die Gemeinde inklusive Stromanschluss rund 6000 Euro gekostet. Betreiber ist die Thüga.

Planungen für Illmensee

In Illmensee ist geplant, bis Ende 2019 bei der Drei-Seen-Halle eine Stromtankstelle zu installieren. Säulentyp und Anbieter, so Bürgermeister Jürgen Lasser, steht noch nicht fest, das müsse der Gemeinderat noch beschließen.

Bezahlung per App oder Ladekarte

Die Bezahlung an den Ladestationen funktioniert entweder über den Zugang per App oder per Ladekarte, je nach dem, was der Benutzer anklickt, mittels Paypal, Lastschrift oder Kreditkarte. Die App teilt dem Benutzer auch mit, wo er die nächstgelegene Ladesäule findet und ob sie verfügbar ist. Für den Fall, dass gerade jemand anderes an der Ladesäule auftankt, kann die App aber noch nicht mitteilen, wann die Stromtankstelle wieder frei ist. Hierfür bräuchte es einen detaillierteren Datenaustausch zwischen Auto und Ladestation. Und damit wäre auch noch nicht gewährlesitet, ob der E-Autofahrer die Ladesäule nach dem Auftanken gleich wieder verlässt – was er natürlich tun sollte.

Die Anbieter können nicht verhindern, dass manche Autobesitzer ihr Vehikel ans Ladekabel hängen und dann über den Tankvorgang hinaus den Parkplatz blockieren. Gerade in urbanen Gebieten scheint das öfter vorzukommen, spart dies doch mitunter einiges an Parkgebühr. Hier wird an die Solidarität und Rücksichtnahme der Leute appelliert. Es gehöre sich nicht, sein E-Auto einzustöpseln, ein paar Kilowatt zu tanken und danach an der Ladesäule stehen zu bleiben.