Gleiche Löhne sind okay. Das muss auch so sein. Und ob die CDU eine Frauenquote hat oder nicht, das ist mir echt egal. Ich kann es auch noch nachvollziehen, dass es Lehrerinnen und Lehrer gibt. Wobei erste ja wohl die Mehrzahl sind. Oder zumindest bald.

Dass es eine Kanzlerin (haben wir), eine Landrätin (haben wir auch) und eine Bürgermeisterin gibt (haben wir im Landkreis drei), das ist auch vollkommen normal. Und das ist auch gut so. Frauen gehören in die Politik und sie machen das bestimmt nicht schlechter als ihre männlichen Kollegen.

Maulsack statt Maultasche?

Aber drehen wir doch den Spieß mal um. Könnte es sein, dass es Begriffe gibt, die immer nur in ihrer weiblichen Form gebraucht werden? Wo bleibt denn da die Gleichberechtigung? Beispiele gefällig? Nehmen wird doch mal die Maultasche. Eine eindeutig weibliche Speise. Die männliche Form müsste ja wohl Maulsack heißen und das klingt nicht gut. Gebe ich auch zu. Oder die Amazone. Sie wissen schon, jene Damen, die zu Pferd und mit allerlei Waffen unterwegs waren. Die Männer heißen dann aber Helden und nicht Amazoner. Wobei das männliche Kunden des größten Internethändlers der Welt sein könnten.

Na ja, meistens wird ja verweiblicht und nicht umgekehrt. Vornehmlich protestantische Theologinnen sprechen öfter mal von „Gott und Göttin“. Dabei heißt der Gemeinte ja wohl im Süden „Herrgott“. Stellen Sie sich mal vor, man müsste jetzt da auch noch die weibliche Form verwenden. Und vor allem, wie wäre das, wenn man, was man ja nicht tun sollte, mal flucht. Und zwar so, dass der Begriff „Herrgott“ mit einem „zak“ verbunden wird. Da wäre ich schon auf Reaktionen gespannt.

Krieg bleibt männlich

Überhaupt habe ich fast das Gefühl, dass man vor allem positive Dinge verweiblichen will. So ist der Krieg immer noch rein männlich, der Unfall auch. Wobei bei beiden Angelegenheiten ja auch Frauen mitmischen. Und denken wir mal an Kleidungsstücke. „Der Rock“ wird von Frauen getragen (außer in Schottland), wobei Männer natürlich „die Hose“ tragen. Das machen nun Frauen ja auch.

Es ist schon kompliziert mit diesen weiblichen und männlichen Formen (wobei hier nun die Sprache gemeint ist und nicht irgendwelche Körperrundungen). Eigentlich wäre es gut, wenn man die Artikel auf einen reduzieren würde. Das wäre dann „das“. Vermutlich ist diese Lösung aber zu einfach. In Deutschland muss alles kompliziert sein. Wenigstens gilt das nicht bei meinem Lieblingsvesper. Es heißt noch immer „der Wurstsalat“. Und das ist gut so. Wenigstens auf dem Teller ist die Welt noch in Ordnung.