Der abgewählte Bürgermeister Jürgen Lasser hatte in der Woche nach dem entscheidenden Wahlsonntag am 20. Oktober seine Stellvertreter in sein Büro einbestellt und dann seinen Urlaub angetreten. „Strich drunter, ich will nicht nachkarten“, sagt Kathrin Hecht.

Das könnte Sie auch interessieren

Ins Rathaus war Lasser nicht mehr zurückgekehrt. Somit entfiel auch eine geregelte Übergabe an seinen Nachfolger. Dafür, dass Kathrin Hecht die Wochen bis zum Arbeitsbeginn von Michael Reichle überbrückt hat, wurde ihr bei dessen Amtseinsetzung gedankt.

Das könnte Sie auch interessieren

„Wir haben uns arrangiert und das hat wunderbar funktioniert“

Die Verwaltungsfachangestellte bei der Stadt Ravensburg musste in dieser Zeit weiterhin ihrem normalen Beruf nachgehen. „Ich habe es so eingerichtet, dass ich manchmal früher Feierabend gemacht habe und die Verwaltungsmitarbeiter im Rathaus so flexibel waren, dass sie abends länger geblieben sind“, erzählt sie. „Wir haben uns arrangiert und das hat wunderbar funktioniert.“

„Ich habe Respekt vor dem Amt

Kathrin Hecht ist voll des Lobes für das Team. Auch die beiden anderen Bürgermeisterstellvertreter, Andreas Huber und Jörg Buckel, seien ihr eine große Stütze gewesen. „Ich habe Respekt vor dem Amt, das muss man dauerhaft machen wollen“, stellt sie fest.

Motivation für Engagement als Gemeinderätin

„An brisanten Sachthemen standen in den vergangenen zwei Monaten der Paragraf 13b und die Frage, wie es mit dem Kindergarten weitergeht, auf der Tagesordnung. Das Gesamtpaket war toll, vor allem das Miteinander. Jeder war zuversichtlich und positiv gestimmt, das motiviert mich als Gemeinderätin.“

Bei der Kommunalwahl hatte Kathrin Hecht mit 1844 Stimmen die absolut höchste Zustimmung erhalten, der Gemeinderat wählte sie daraufhin zur Bürgermeisterstellvertreterin.