Mit Blasmusik auf höchstem Niveau endeten die Festlichkeiten zum 160-jährigen Bestehen der Musikkapelle Aach-Linz. Das „Herbstfest der Blasmusik“ wurde in der voll besetzten Schlossgartenhalle zu einem Erlebnis für die Freunde der Blasmusik, denen ein fast fünfstündiges Non-Stop-Programm geboten wurde: von Märschen über Polkas und Schlager-Medleys bis zu Evergreens, einschließlich Gesangseinlagen.

Keine Gruppe kommt ohne Zugaben von der Bühne

Die beiden Kapellen „Peng“ und „Lukas Bruckmeyer mit seinen Böhmischen Kameraden“ rissen die Besucher immer wieder zu Beifallsstürmen hin, lautstark forderten die Gäste Zugaben ein. Mit dem schmissigen Jubiläums-Marsch begrüßten die Peng-Musikanten unter der Leitung von Harald Reiss die vielen Besucher, die vom Bodensee, der Alb und sogar aus der Schweiz und dem Elsass angereist waren. Bei den Eigenkompositionen mit Gesang demonstrierten die 18 Musiker ihr besonderes Können.

Höchststimmung bei Trio-Auftritt

Die musikalische Perfektion zeigte sich nicht nur bei den böhmisch-mährischen Stücken, sondern auch bei den modernen Arrangements, zum Beispiel bei „Klassik trifft Blasmusik“. Wenn der Tuba-Bläser Michael Erath die Tonlage und den Rhythmus angibt, Wolfgang Kugler sein B-Saxophon ergreift und sie zusammen mit Harald Reiss ein musikalisches Trio auf der Bühne bilden, ist Höchststimmung angesagt. Da hält es das Publikum nicht auf seinen Sitzen, stehend wird den dreien applaudiert.

Bayern erinnern an Karel Gott

Den zweiten Teil des Abends gestalteten „Lukas Bruckmeyer und seinen böhmischen Kameraden“, eine Blaskapelle aus dem Bayrischen, zu der auch einige Berufsmusiker gehören. Vielseitig war auch deren Programm: Es erklangen böhmische Werke, ein Potpourri aus Zeiten der K & K-Monarchie, Lieder von Peter Alexander mit Wiener-Charme und auch an den kürzlich verstorbenen Karel Gott erinnerte die Gruppe. Auch sie erhielt viel Anerkennung und Beifall für ihren sehr gelungenen Auftritt. Der Vorsitzende der Musikkapelle Aach-Linz, Rainer Schraudolf, brachte zum Schluss seine Begeisterung zum Ausdruck – und sprach damit wohl allen Besuchern aus dem Herzen.