Auf rund 700 000 Euro hat die Polizei den Schaden geschätzt, den es beim Brand von fünf Reisebussen und einem Kleinbus gab, die auf dem Firmengelände im Industriegebiet „Hesselbühl“ abgestellt waren. Die Einsatzkräfte waren schnell vor Ort, konnten aber nicht verhindern, dass Fahrzeuge komplett ausbrannten. Auf Anfrage des SÜDKURIER bestätigte Markus Engel, Erster Staatsanwalt und Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Hechingen, dass die Ermittlungen auf Hochtouren laufen.

„Erste Gutachterergebnisse liegen vor“

„Wir ermitteln in alle Richtungen“, bestätigte Engel, dass die ersten Ergebnisse eines Gutachtens vorliegen, wobei er aus ermittlungstaktischen Gründen keine Details nennen wolle. Nach seinen Angaben gestalten sich die Ermittlungen sehr aufwendig und intensiv. Auf die SÜDKURIER-Frage, ob es sich um Brandstiftung handle, verwies Engel auf seine erste Antwort: „Wir ermitteln in alle Richtungen.“ „Das kann ich weder bestätigen noch verneinen“, lautet die Antwort des Staatsanwaltes auf Gerüchte in der Stadt, wonach vor Ort Brandbeschleuniger entdeckt wurden. Markus Engel bestätigt, dass man im Zuge der Ermittlungen auch mögliche Zusammenhänge mit zwei Brandstiftungen April und Juni in der Innenstadt prüfe.

„Gerüchteküche brodelt“

Am Ostersonntag waren in der Hauptstraße zwei Autos in Flammen aufgegangen und in der Nacht vom 31. Mai auf den 1. Juni wurden die Einsatzkräfte um 1 Uhr zum Oberen Tor gerufen. Dort war ein Papiercontainer zwischen zwei Autos gestellt und dann angezündet worden. Das Feuer griff auf die Fahrzeuge über, die zerstört wurden.Im angrenzenden spitälischen Altenheim wurden die Fenster geschlossen, damit kein Rauch ins Gebäudeinnere gelangte. Die Sträucher im Bereich des Parkplatzes waren ausreichend feucht, sodass das angrenzende Buschwerk sich nicht entzündete. Pflegeheimleiter Wolfgang Scheitler berichtete, dass die Mitarbeiter, die in jener Nacht Dienst hatten, durch den Knall der platzenden Reifen aufgeschreckt worden waren. Auch bei diesem Fall kochte die Gerüchteküche in der Stadt. Es habe sich um eine Eifersuchtstat gehandelt und die Polizei eine verdächtigte Frau ermittelt. „Zu dem Fall am 31. Mai kann ich die Sache mit der Frau nicht bestätigen. Es wurde kein Täter beziehungsweise Täterin ermittelt“, erklärte dazu Polizeikommissarin Sandra Kratzer von der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit des Polizeipräsidiums Konstanz.