Die zweite Auflage des Konzepts "Burg-Brass" wurde zu einem Erfolg des Musikvereins Burgweiler. Zunächst einmal standen die Vorzeichen wegen der regnerischen Aussichten und einiger Konkurrenzveranstaltungen nicht günstig. So musste der Auftritt der drei Brass-Gruppen kurzerhand ins Festzelt verlegt werden.

Die Gruppe Blechverrückt sorgte mit vielen Märschen und Polkas für feinste traditionelle Blasmusik.
Die Gruppe Blechverrückt sorgte mit vielen Märschen und Polkas für feinste traditionelle Blasmusik. | Bild: Robert Reschke

Das stellte aber die rund 100 Helfer um den Vorsitzenden Anton Böll vor keine unlösbaren Probleme. "Wir haben quasi alles doppelt, Tische und Bänke, Bars und Bühne, also im Zelt und auf dem Burgberg aufgebaut. So müssen wir jeweils nur die Getränke und das Essen inklusive Inventar je nach Witterung umziehen", erläuterte der Vorsitzende und ergänzt: "Um 12 Uhr haben wir entschieden, dass der Samstagabend im Festzelt gestaltet wird."

Festzelt füllt sich am Samstagabend zügig

Auch wenn das Ambiente im Festzelt nicht mit dem auf dem Burgberg mithalten konnte, füllte sich das Festzelt am Samstag doch recht zügig. Und die erste Gruppe "Blechverrückt" sprach mit ihrer bodenständigen Blechmusik vor allem das ältere Publikum an. Da wurde beim "Deutschmeister-Marsch" fleißig mitgeklatscht. Viele Polkas, Märsche und Lieder aus der Feder von Ernst Mosch waren Selbstläufer. Selbst Fans von Filmmusiken aus James-Bond-Filmen kamen auf ihre Kosten.

Schon mit dem zweiten Schlag hatte Ortsvorsteher Wolfgang Richter (links), angefeuert von Anton Böll (rechts), das Fass angezapft.
Schon mit dem zweiten Schlag hatte Ortsvorsteher Wolfgang Richter (links), angefeuert von Anton Böll (rechts), das Fass angezapft. | Bild: Robert Reschke

Auf den Fassbier-Anstich und damit aufs Freibier mussten die Gäste dieses Mal etwas länger warten. Erst in der Umbaupause für die zweite Band machte sich Wolfgang Richter an die schwierige Aufgabe. Er konnte aber mit zwei Schlägen das Bier zum Fließen bringen. Die jungen Brixener von "Sunnseit-Brass" konnten anschließend das Publikum von ihren Musikkünsten überzeugen und erhielten ein ums andere Mal brausenden Applaus. Und viele Gäste hielt es dabei auch nicht mehr auf ihren Bänken, sondern da wurde vor der Tribüne fleißig getanzt.

Angebot für junges Publikum

Den dritten Part übernahm dann die Gruppe "Die Brasserie". Damit schallte selbst geschriebener Brass, kombiniert mit Hip-Hop-, Ska- und Reggae-Elementen, von der Bühne. "Wir brauchen so eine Gruppe, um vor allem unser junges Publikum anzusprechen", meinte dazu der Vorsitzende.

Die Jungs von "Sunnseit-Brass" zogen das Publikum sofort in ihren Bann und die Tanzwütigen vor die Bühne.
Die Jungs von "Sunnseit-Brass" zogen das Publikum sofort in ihren Bann und die Tanzwütigen vor die Bühne. | Bild: Robert Reschke

Am Sonntag startete das Fest mit einem feierlichen Gottesdienst in der St.-Blasius-Kirche. Den anschließenden Frühschoppen begleitete der Musikverein Ostrach. Nach der Preisverteilung des Luftballonwettbewerbs übernahmen der Musikverein Zoznegg und anschließend die Musiker aus Hoßkirch die musikalische Unterhaltung. Am Abend sorgte das Sterntaler Duo für tolle Stimmung und Tanzmusik und ließ gemütlich und bestens unterhalten den zweiten Festtag ausklingen.

Feierabendhock am Montagabend

Abgerundet wurde das Burgfest am Montagabend mit einem Feierabendhock. Der Musikverein Wilhelmsdorf-Esenhausen und danach der Musikverein Göge-Hohentengen stellten die musikalische Unterhaltung.

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