Pfullendorf – Es war im Mai, als das Filmteam Rainer Jörger und Michael Schnurr die Kamera schulterte, um dem Boxclub Pfullendorf beim Training in der Halle der Sechslindenschule einen Besuch abzustatten. Wie eine solche Trainingseinheit aussieht, wozu Pratzen dienen, was es mit Schlaghand, Führhand und Deckung auf sich hat, das alles können die Besucher der Vorführungen der Pfullendorfer Stadtgeschichten in der Stadthalle am 21. und 22. Oktober sehen.

Boxen ist richtig anstrengend und gilt als das perfekte Ganzkörpertraining, denn sämtliche Muskelgruppen werden dabei beansprucht. Nicht nur berühmte Boxer wie die Klitschko-Brüder, Mike Tyson und Evander Holyfield, auch deutsche Stars wie Henry Maske oder Regina Halmich trugen dazu bei, dass Boxen zunehmend populär und ein echter Trendsport wurde. Der Sport existiert aber schon seit Urzeiten. Es heißt, dass in Ägypten bereits 3000 vor Christus Faustkämpfe zum Zwecke der Unterhaltung stattfanden.

Der Boxclub Pfullendorf wurde 2010 von Jakob Gretz und Alex Kriger gegründet. Der Verein gehört dem Boxverband Baden-Württemberg an und zählt rund 60 Mitglieder zwischen acht und 40 Jahren. Amateurboxer des BC Pfullendorf nehmen erfolgreich an Wettkämpfen und Meisterschaften teil. Boxen, das wird im Film-Beitrag von Jörger und Schnurr deutlich, kann aber auch als Breitensport betrieben werden. Teil des Boxens ist das Kraft- und Ausdauertraining, denn ohne die notwendige Kondition und Fitness sieht man im Ring schnell alt aus.

Auch Kinder und Jugendliche sind beim BCP willkommen. Bei dem Kampfsport geht es beim besten Willen nicht darum, unkontrolliert die Fäuste fliegen zu lassen. Im Gegenteil, sagt der 33-jährige Jakob Gretz. "Boxen fördert Konzentration, Kondition und Koordination." Der Boxsport läuft nach festen Regeln und auf der Basis von Fairplay ab. Er lehrt Respekt und Disziplin, festigt den Charakter, vermindert Aggressionen nach außen und schult im Umgang mit Konflikten. Es sind ausschließlich Schläge erlaubt, die mit der geschlossenen Faust ausgeführt werden – und zwar mit der Vorderseite der Faust. Bei Amateuren ist die gültige Schlagfläche der Handschuhe übrigens weiß gekennzeichnet. Schläge unter die Gürtellinie sind tabu. Auch Fußtritte werden als Foul gewertet.

Stadtgeschichten

  • Vorverkauf: Der Vorverkauf hat bereits begonnen und weil das Interesse so groß war, gibt es neben der Veranstaltung am Samstag, 21. Oktober, 19 Uhr, noch einen zweiten Termin in der Stadthalle. Am Sonntag, 22. Oktober, gibt es um 16 Uhr eine Wiederholung mit dem kompletten Programm. Die Karte kostet 8 Euro und ist bei der Tourist-Information, der Linzgau-Buchhandlung sowie der SÜDKURIER-Geschäftsstelle zu haben. Sollte es noch Karten an der Abendkasse am Samstag geben, kosten diese 10 Euro. Der SÜDKURIER unterstützt das Projekt Pfullendorfer Stadtgeschichten als Medienpartner.
  • Boxgala: Eine Woche nach der Stadtgeschichten-Show steht das Boxen wieder im Rampenlicht der Stadthalle. Denn am 28. Oktober richtet der Boxclub Pfullendorf nach 2015 und 2016 seine mittlerweile dritte Boxgala aus. Und im März 2018 wird in Aach-Linz sogar ein Länderkampf Deutschland-Italien ausgetragen. Die Veranstaltung in der Schlossgartenhalle wird vom Pfullendorfer Boxclub organisiert.