Am 23. April ist Welttag des Buches. Ins Leben gerufen hatte den Aktionstag im Jahr 1995 die UNESCO-Generalkonferenz. Zu diesem Anlass hat sich der SÜDKURIER umgehört, ob Lesen überhaupt noch eine gefragte Freizeitbeschäftigung ist.

Von Astrid Lindgren bis Sebastian Fitzek

Vanessa Schuhmacher ist überzeugt: "Lesen ist nicht out." Die junge Buchhändlerin bezeichnet sich selbst als ausgesprochene Vielleserin. Zwei, drei Bücher pro Woche verschlinge sie. "Ich lese sehr gerne. Als ich meine Ausbildung in Ulm in einer kleinen theologischen Buchhandlung gemacht habe und viel mit dem Zug gefahren bin, waren es sogar fünf bis sechs Bücher pro Woche", erzählt sie. Schon als Kind habe sie es sehr genossen, wenn ihr vorgelesen wurde. Vor allem Astrid Lindgren und die Reihe "Die wilden Kerle" hatten es ihr angetan. Später kam Harry Potter dazu. "Heute lese ich breit gefächert. Ich mag zum Beispiel die Thriller von Sebastian Fitzek. Die Biografie von Michelle Obama hat mir gefallen und auch die Romane der koreanischen Autorin Han Kang sind sehr zu empfehlen." Dass in ihrem Osternest ein Buchgeschenk lag, habe sie sehr gefreut. "Ich selber verschenke auch gerne Bücher."

Das könnte Sie auch interessieren

Auf der Suche nach neuen Kinderbüchern

Das Faszinierende am Lesen und an Büchern sei das Abtauchen in andere Welten, findet Merle Uertz aus Heiligenberg. Sie ist regelmäßig in der Bücherei in Pfullendorf anzutreffen. "Ich lese gerne Fantasy-Romane und halte immer Ausschau nach Büchern, die ich meinen Kindern vorlesen kann. Es gibt so viele schöne Bilderbücher, hier fällt mir vor allem Axel Scheffler ein."

Jugendbücher kommen auch bei Erwachsenen an

Auch Ingrid Raff aus Großstadelhofen gehört zu den Stammkunden der Bücherei. "Früher habe ich viele Bücher gekauft, doch meine Regale platzen inzwischen aus allen Nähten und die Auswahl in der Bücherei ist wirklich toll." Ab und an wandern Bücher auf den Flohmarkt. "Auch, wenn ich sie nur ungern hergebe." Eselsohren in Buchseiten zu falten, würde ihr nie in den Sinn kommen, erzählt sie: "Ich benutze immer ein Lesezeichen." Pro Woche liest Ingrid Raff im Durchschnitt ein Buch, darunter sei auch mal ein Jugendbuch wie zum Beispiel "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl" oder “Ben Fletchers total geniale Maschen".