Riecht es auf dem Marktplatz nach würzigem Glühwein und weihnachtlichen Leckereien, glänzt die Innenstadt im Schein der Weihnachtsbeleuchtung und kündigen Posaunenklänge das Herabsteigen des Engels vom Turm der Stadtkirche an, dann sind dies untrügliche Zeichen: Es ist wieder Adventszauber. Seit vielen Jahren gehört der Weihnachtsmarkt mit seinen schön dekorierten Ständen und dem bunten Unterhaltungsprogramm zu den Attraktionen im Linzgau.

In diesem Jahr wartet eine Überraschung auf die Besucher des Adventszaubers. Zwar ist alles noch streng geheim, aber so viel darf verraten werden: Für alle, die ihren Glühwein lieber im Warmen trinken gibt es in eine attraktive Kellerbar.

Am Freitag, 6. Dezember, öffnen die Stände des Weihnachtsmarkts um 17 Uhr. Ab 19 Uhr treten die acht jungen Musiker der „Badner Brass“ auf der Marktplatz-Bühne auf und sorgen für Unterhaltung. Von den Beatles bis zu böhmisch-mährischen Titeln reicht ihr Repertoire, das nicht nur Blasmusikfans gefallen dürfte. Ab 21 Uhr veranstaltet das Café Moccafloor eine Nikolausdisco, zu der natürlich auch Nicht-Nikoläuse Zutritt haben.

Krippe und Märchenzelt

Weihnachtlicher Trubel herrscht dann am Samstag, 7. Dezember, in der Innenstadt. Um 10 Uhr öffnet der Weihnachtsmarkt seine Pforten. Erstmals gibt es nachmittags neben dem Hechtbrunnen eine lebende Krippe. Maria und Josef sind dabei ebenso lebendig wie die Tiere, zu denen auch ein Kamel gehört. Gleich nebenan steht das Märchenzelt, in dem Erzählerin Elvira Mießner ab 14 Uhr Geschichten für Kinder und Erwachsene erzählt. Ein Weihnachtsmann wird Kleinigkeiten an die Kinder verteilen. Am Spätnachmittag startet das Musikprogramm mit dem Jugendblasorchester Pfullendorf und den Alphornbläser aus Meßkirch.

Zum Abschluss steht Tommy Haug auf der Bühne. Er sagt: „Es ist für mich eine Ehre, dass ich in meiner Heimatstadt auftreten darf.“ Der junge Musiker mit Basecap und Gitarre steht für ehrliche, handgemachte Musik. Die Bandbreite seiner Musik reicht von ausgelassenem Rock über Pop bis hin zu nachdenklichen Songs. Hinter Tommy Haug steht seine dreiköpfige Band: Bassmann Phil, Gitarrist Alex und Schlagzeuger Picco. Die drei sind ein Team, das nicht nur die gemeinsame Musik verbindet, sondern auch eine echte Freundschaftt.

Auch dieses Jahr besteht wieder die Möglichkeit, mit einem Sonderzug von Aulendorf auf der Räuberbahn nach Pfullendorf zu kommen und die wundervolle Atmosphäre zu genießen. Der Zug startet in Aulendorf um 16.30 Uhr. Die Abfahrt von Pfullendorf ist um 19.56 Uhr geplant.

Pfullendorfer Engel im Anflug

2018 wurde der Betreuungskreis des spitälischen Alten- und Pflegeheims mit dem Sozialpreis ausgezeichnet. Wer wohl in diesem Jahr den Engel erhält? Eine Gruppe, eine Einzelperson? Das Geheimnis wird am Samstag gelüftet. Bilder: Kirsten Johanson
2018 wurde der Betreuungskreis des spitälischen Alten- und Pflegeheims mit dem Sozialpreis ausgezeichnet. Wer wohl in diesem Jahr den Engel erhält? Eine Gruppe, eine Einzelperson? Das Geheimnis wird am Samstag gelüftet. Bilder: Kirsten Johanson

Pfullendorf – Wie jedes Jahr wird der Himmelsbote am Samstagabend zu den Kindern kommen und sein Engelsbrot auf dem Marktplatz verteilen. Zu diesem Zweck verlässt er seinen angestammten Platz auf der Spitze des Kirchturms und „schwebt“ auf die Erde hinab.

Mit Chorgesang wird der Gesangverein Pfullendorf den Abstieg des Engels umrahmen. Und damit auch wirklich jeder Besucher den Engel sehen kann, wird auf dem Marktplatz wieder eine große Videowand aufgestellt und die Kamera fängt die schönsten Szenen ein. Die Fanfaren-Spieler vom Fanfarenzug Großstadelhofen kündigen vom Rathausbalkon den Engelsabstieg an. Für Gänsehaut-Feeling dürfte das Duett von Sharon Owens und Tommy Haug sorgen.

Zum zwölften Mal soll dann der Pfullendorfer Engel von der Stadt, der Wirtschaftsinitiative und dem SÜDKURIER vergeben werden. Es handelt sich um eine Auszeichnung für besonderes soziales Engagement. Kunstschmied Peter Klink aus Denkenden hat den großen goldenen Engel gestaltet, der dann immer für ein Jahr bei der Person oder Gruppe blieben darf, dem sie verliehen wurde.

Im vergangenen Jahr durfte sich der Besuchsdienst der Spitalpflege über die Auszeichnung freuen. Und seitdem wacht der Engel über die Pflegeheim-Bewohner. Gut angekettet, damit ihn kein Witzbold mit nach Hause nimmt. Wer dieses Jahr den Engel erhält, ist noch ein Geheimnis, das Bürgermeister Thomas Kugler und Marco Schiedt, Vorsitzender der Wirtschaftsinitiative Pfullendorf (WIP), vor hoffentlich großer Zuschauerkulisse lüften werden.