Die Blutspender im Raum Pfullendorf sind am Dienstag zahlreich zum Spendentermin gekommen. Andreas Kees, Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Pfullendorf, erklärte: „290 Spendenwillige sowie die 26 neuen Anträge sind super, vor allem, wenn man an das derzeitig heiße Wetter denkt.“ Normalerweise seien die Spender bei solchen Temperaturen eher zurückhaltend.

40 Mitglieder der Feuerwehr kommen zum Spenden

Eine Besonderheit war an diesem Tag die Teilnahme der Pfullendorfer Feuerwehr: 40 Wehrleute aus allen Abteilungen kamen in die Stadthalle, um Blut zu spenden. „Es freut uns sehr, dass die Freiwillige Feuerwehr neben der heutigen Aktion auch sonst immer so regelmäßig Blut spendet“, dankte Andreas Kees. Außerdem hatte die Wehr Löschfahrzeuge mitgebracht, die besichtigt werden konnten.

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Unfallszenario zeigt Notwendigkeit der Blutspende

Darüber hinaus wurde ein präpariertes Unfallfahrzeug aufgestellt. Angenommen wurde, dass ein Ast die Windschutzscheibe durchschlagen hat und den Fahrer an der Schulter schwer verletzte. Jason Lauenstein, bestens präpariert von der DRK-eigenen Schminktruppe, mimte den Verunfallten. „Wir wollten den Besuchern und Spendern damit einfach demonstrieren, wie wichtig die Blutspenden für solch Schwerverletzte sind“, kommentierte Andreas Kees.

Die Pfullendorfer Feuerwehr unterstützte mit rund 40 Spendewilligen aus allen Abteilungen die Blutspendeaktion. Außerdem stellte sie Fahrzeuge aus und demonstrierte mit einem Unfallszenario, wie wichtig eine Blutspende sein kann.
Die Pfullendorfer Feuerwehr unterstützte mit rund 40 Spendewilligen aus allen Abteilungen die Blutspendeaktion. Außerdem stellte sie Fahrzeuge aus und demonstrierte mit einem Unfallszenario, wie wichtig eine Blutspende sein kann. | Bild: Robert Reschke

Immer wieder besondere Aktionen bei Spendenterminen

Diana Liersch, Leiterin des Blutspendeteams, hatte die Aktion mit der Feuerwehr schon seit längerer Zeit vorbereitet. Bereits in der Vergangenheit wurden ähnliche Veranstaltungen mit der Narrenzunft durchgeführt oder es kam der Nikolaus und beschenkte die Spender. Als kleine Belohnung wurden unter den Spendewilligen auch schon Freikarten für ein Fußballspiel oder den Freibadbesuch verlost.

Benjamin Krom aus Pfullendorf, fünffacher Spender: „Mit einer Blutspende kann man mit wenig Aufwand viel bewirken. Zudem sind die gründlichen Untersuchungen gut für die eigene Gesundheitskontrolle.“
Benjamin Krom aus Pfullendorf, fünffacher Spender: „Mit einer Blutspende kann man mit wenig Aufwand viel bewirken. Zudem sind die gründlichen Untersuchungen gut für die eigene Gesundheitskontrolle.“

Kleine Staus an den Stationen

Der große Andrang der Spender sorgte auch für kleinere Staus an den verschiedenen Stationen. Denn einfach kurz zum Blut spenden in die Stadthalle gehen und wieder nach Hause – so einfach läuft es nicht ab. Zuerst müssen sich die Spender entsprechend ausweisen, da reicht der Blutspendeausweis nicht aus.

Kim Raabe aus Pfullendorf, dreifache Spenderin: „Ich habe eine Blutgruppe, die häufig gebraucht wird und weiß, wie wichtig die Blutspenden sind. Ich wäre auch froh, wenn ich bei Bedarf selbst eine Blutspende bekommen würde.“
Kim Raabe aus Pfullendorf, dreifache Spenderin: „Ich habe eine Blutgruppe, die häufig gebraucht wird und weiß, wie wichtig die Blutspenden sind. Ich wäre auch froh, wenn ich bei Bedarf selbst eine Blutspende bekommen würde.“

Gründlicher Gesundheitscheck

Die Erstspender füllen anschließend einen Fragebogen aus. Erst dann geht es in den medizinischen Bereich, wo zunächst der Hämoglobinwert jedes Spenders gemessen wird. Gründlich und durchaus kritisch untersucht ein Ärzteteam dann die Spendewilligen. Das Herz wird abgehört, Temperatur und Blutdruck werden gemessen, es wird nach Vorerkrankungen oder einem Auslandsaufenthalt gefragt. Erst wenn hier alle Anforderungen erfüllt sind, dürfen sich die Spendewilligen zur Blutentnahme begeben.

Jürgen Nufer aus Aach-Linz, 32-facher Spender: „Ich spende Blut, weil ich damit anderen Leuten helfen kann. Man weiß nie, wann man es selbst brauchen könnte.“
Jürgen Nufer aus Aach-Linz, 32-facher Spender: „Ich spende Blut, weil ich damit anderen Leuten helfen kann. Man weiß nie, wann man es selbst brauchen könnte.“

Blut wird genau untersucht

Hier werden vorher kleine Blutproben entnommen, die später in einem Labor genau untersucht werden. Nach diesem kleinen Einstich kann dann ein halber Liter Blut gespendet werden. Im Anschluss werden die Spender weiter umsorgt. Sie müssen sitzend oder liegend eine Ruhepause von fünf bis zehn Minuten einlegen, die von DRK-Helfern überwacht wird. Vor dem Spenden und danach werden die Spender von den Helfern mit Erfrischungsgetränken versorgt.

Spender schätzen Essensangebot des DRK-Ortsvereins

Im Anschluss an die Ruhepause werden die Spender vom DRK-Ortsverein Pfullendorf bekocht: Zur Auswahl standen dieses Mal Gyros sowie Zucchini als vegetarische Alternative. Der DRK-Vorsitzende Andreas Kees erklärte schmunzelnd: „Manche der Spender kommen eigens wegen des guten Essens nach Pfullendorf zum Spenden.“ Je nach Andrang dauerte die Blutspende samt Essen etwa eine halbe bis ganze Stunde. Damit sich die Kinder der Spender nicht langweilten, war wieder eine Spiel- und Bastelecke aufgebaut. Hier kümmerte sich das Jugendrotkreuz um die kleinen Gäste.

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