Birgit Bauknecht, die Vorsitzende vom Handels- und Gewerbeverein (HGV) in Ostrach, zeigte sich über den Verlauf der Gewerbeschau und den verkaufsoffenen Sonntag in Ostrach sehr erfreut. "Wir sind rundum zufrieden. Der Aufbau am Samstag lief perfekt und heute ist das Wetter bisher auch ideal", sagte sie. Auf den verschiedenen Inseln hatten die Aussteller jedenfalls bei einigen Böen alle Hände voll zu tun, ihre Pavillon-Stangen zu stabilisieren, oder auch die vielen Verkaufsprospekte am Davonflattern zu hindern.

Viele Zuschauer gibt es auch bei der Vorführung der Feuerwehr beim Autohaus Bauknecht.
Viele Zuschauer gibt es auch bei der Vorführung der Feuerwehr beim Autohaus Bauknecht.

Vielleicht auch dem unsteten Wetter zuzuschreiben, fanden sich zur Begrüßung auf dem Herbert-Barth-Platz zunächst noch wenige Besucher ein. Birgit Bauknecht, Bürgermeister Christoph Schulz und der Landtagsabgeordnete Klaus Burger hielten kurze Grußworte, bevor dann der Musikverein aus Burgweiler die frühen Gäste musikalisch unterhielt. Im weiteren Verlauf füllten sich allerdings die Inseln und Informationsstände zusehends. Und der Oldtimer-Shuttlebus hatte somit einiges zu bewegen. Johannes Padberg am Steuer des alten schweizerischen Postbusses, fuhr im 20-Minuten-Takt sein stets gut gefülltes Vehikel zielsicher von Station zu Station.

Der schweizerische Postbus verbindet nicht nur die einzelnen Stationen, sondern ist auch für sich allein schon ein Hingucker.
Der schweizerische Postbus verbindet nicht nur die einzelnen Stationen, sondern ist auch für sich allein schon ein Hingucker.

Lohnte es sich zwar schon alleine mal, in so einem Oldtimer-Fahrzeug mitzufahren, diente dieser Service dazu, die weit verteilten Inseln gemütlich zu erreichen. Und überall auf diesen Inseln gab es etwas zu erleben oder zu bewundern. Da war zum Beispiel die Station Stangen Schmid. Hier erwartete die Gäste, eine Grillshow mit einem Fleischsommelier. Im passenden Ambiente, umgeben von vielerlei Grilleinrichtungen für den Garten, erläuterte der Fachmann vieles zum Thema Fleisch und natürlich auch zur Grillzubereitung.

Zwei Runden auf der Mini-Dampfeisenbahn muss für die jüngsten Besucher einfach sein.
Zwei Runden auf der Mini-Dampfeisenbahn muss für die jüngsten Besucher einfach sein.

Für die Kleinen gab es eine Station zuvor eine Minidampfeisenbahn, auf der die jungen Gäste für einen Euro zwei spannende Runden drehen konnten. Und bei der Jugendfeuerwehr durften sie einmal selbst mit dem Löschschlauch spritzen. Einmal selbst einen riesigen Teddybären im Krankenwagen zu verarzten war beim Rathaus für die Kinder ein einprägsames Erlebnis und beste Werbung für das Rote Kreuz. Oder die Jüngsten zog es zum Autohaus Bauknecht, wo eine Hüpfburg lockte. Und ab 14 Uhr gab es auch für die Erwachsenen hier etwas zu sehen. Die Feuerwehr zeigte eine Aufführung, bei welcher zwei, so die Übungsannahme, verunglückte Autos geöffnet werden mussten.

Der Patient war ein riesiger Teddybär, und die Kinder waren mit Begeisterung bei dessen Versorgung dabei.
Der Patient war ein riesiger Teddybär, und die Kinder waren mit Begeisterung bei dessen Versorgung dabei.

Parallel wurde auf dem Herbert-Barth-Platz frisiert. Dass dies eine wahre Kunst ist, mussten die Akteure bei den stürmischen Winden anschaulich unter Beweis stellen. Die zahlreichen Zuschauer jedenfalls spendeten fleißig Applaus.