Als bundesweit zweite Biogasanlage hat der Energiepark Hahnennest die Zertifizierung für Technisches Management erhalten und der Stolz war den Betreibern bei der offiziellen Urkundeübergabe anzumerken. Dass dieser Erfolg sehr hart erarbeitet werden musste, wurde an den Ausführungen von Mitgesellschafter Thomas Metzler deutlich. Von Regelwerken, Qualifikationen, Sicherheitsmanagement und Richtlinien habe man im Prinzip keine Ahnung gehabt, gestand Metzler. Dabei erwies sich ein vermeintliches Problem beim EPH-Bau, nämlich die Insolvenz des Anlagenbauers, letztlich als Vorteil, denn so waren die Betreiber gezwungen selbst dieses „extreme Neuland“ zu betreten und etliche Schulungen zu besuchen. Von einer perfekten Umsetzung des vermittelten Schulungswissens sprach Jörn-Helge Müller, Geschäftsführer der Landesgruppe Bayern des Deutschen Vereins des Gas-und Wasserfachs (DGW), der mit zwei Kollegen den Komplex in Hahnennest drei Tage intensiv überprüfte. „Hinter ihnen steht kein großer Konzern, sondern sie erledigen die Produktion und Aufarbeitung des Biogases in Eigenregie“, lobte der Experte. Er wies auf die Komplexität und das Gefahrenpotential bei unsachgemäßer Bedienung der Anlagen hin.

Thomas Metzler und der Technische Leiter Simon Rauch lobten ihre hochmotivierte Belegschaft, die viel Arbeit in die notwendigen Dokumentationen stecken mussten und nach anfänglicher Skepsis nun vom Nutzwerk des Zertifizierungsprozesses und seiner Ergebnisse überzeugt seien.

Geschäftsführer Metzler nutzte die kleine Feierstunde, um die Werbetrommel für den Stromverkauf zu rühren. Zu den aktuell 1400 Kunden kämen monatlich bis zu 70 Neue hinzu.