Am 20. August hatte der 55-Jährige den Dienst in Ostrach und Wald aufgenommen. Sein letzter Dienstort war Darmsheim bei Sindelfingen gewesen. Der Kirchengemeinderat hatte die Arbeit der Gemeinde während der ein Drei­vier­tel­jahr dauernden Vakatur fortgesetzt.

Erfahrener Pfarrer mit klarem Blick

Nach fünfjährigem Wirken in der Kirchengemeinde hatte die beliebte Seelsorgerin Pfarrerin Angelika Hofmann die Kirchengemeinde verlassen, um Psychologische Psychotherapie zu studieren. "Es ist ein weiter Raum, ein vielfältiges Feld, das sie erwartet", blickte die Codekanin bei der Investitur auf die vielfältigen Gruppen und Kreise der Kirchengemeinde. "Sie erwartet eine lebendige Gemeinde, die auf weitem Raum ihre Möglichkeiten kennt." Die Kirchengemeinde erhalte mit Michael Jung einen erfahrenen Pfarrer mit klarem Blick und feinfühliger Wahrnehmung für die Menschen.

Pfarrer bedankt sich für herzlichen Empfang

Der Pfarrer selbst stellte sich und seine Ehefrau Renate "seiner" neuen Gemeinde vor. Er kenne Oberschwaben aus seinem Diakonischen Jahr auf dem Ringgenhof in Wilhelmsdorf, so Jung. Michael Jung bedankte sich für den herzlichen Empfang. Er freue sich, hier als Mensch zu leben und auf die Gemeindearbeit. Als Zeugen berichteten Irmtraud König, Vorsitzende des Kirchengemeinderates Darmsheim, und Pfarrer im Vorruhestand Stefan Rühle über Michael Jungs bisherige Arbeit und Wirken. Sie standen mit dem Besetzungsteam dem neuen Pfarrer bei der Verpflichtung durch die Codekanin zur Seite.

Viele Anknüpfungspunkte der beiden Konfessionen

Pfarrer Meinrad Huber von der katholischen Seelsorgeeinheit Ostrachtal freute sich "Gottseidank, nun nach zwei Jahren den Titel 'neuer Pfarrer' loszuwerden". Er hieß Michael Jung in der Seelsorgeeinheit herzlich willkommen. Der ökumenische Kirchentag, der am kommenden Wochenende in Ostrach gefeiert wird, sei eine gute Tradition. "Es ist ein gutes Miteinander", bezog er sich auf viele Anknüpfungspunkte der beiden Konfessionen und überreichte ein Psalmenbuch, mit von Sieger Köder gestalten Bildern.

Freude über Ende der Vakanz

Bürgermeister Christoph Schulz freute sich im Namen der Gemeinden Ostrach und Wald über das Ende der Vakanz. Auch er unterstrich die gelebte Ökumene beider Kirchen vor Ort. Mit dem Inhalt des Geschenkkorbes mit Spezialitäten aus der Gemeinde Ostrach sollen sich Michael und Renate Jung "die Gemeinde Ostrach auf der Zunge zergehen lassen". Oliver Paul, Schulleiter des Reinhold-Frank-Schulzentrums Ostrachtal, wünschte dem Pfarrer einen guten Start. Michael Jung wird am Schulzentrum Religionsunterricht in den Klassenstufen drei, neun und zehn geben.

Eine Schultüte voller guter Wünsche

Da für den Pfarrer der erste Schultag am Schulzentrum beginne, überreichte Paul ihm eine Schultüte gefüllt mit "guten Wünschen" und Nervennahrung. Klaus Knödler, Vorsitzender des Kirchengemeinderats, unterstrich mit einer Geschichte den Wert der Gemeinschaft für den eigenen Glauben und lud die Gäste zum anschließenden Stehempfang vor der Kirche ein.