Ob tonen, Windlichter basteln oder Bänder flechten – der Mitmach-Sommer im Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck ist wieder in vollem Gange. Immer mittwochs bis sonntags gibt es von 11 bis 16 Uhr ein vielfältiges Ferienprogramm zum Mitmachen kleine und große Besucher in den Sommerferien – selbstverständlich unter Beachtung der aktuellen Corona-Sicherheitsmaßnahmen. Die Teilnahme an den Bastelprogrammen ist ohne Voranmeldung möglich, für Material kann jeweils ein kleiner Unkostenbeitrag erhoben werden.

Was wird aus der Wolle der Schafe?

Eine Anmeldung erforderlich ist wegen der jeweils begrenzten Teilnehmerzahl für die folgenden anstehenden Kurse: Wie wird eigentlich aus einem Schaf ein Wollknäuel? Diese Frage beantworten Woll-Expertinnen Biggi Hunger und Dunja Harenberg. Von Freitag bis Sonntag, 14. bis 16. August, zeigen sie zwischen 13 und 17 Uhr die Aufarbeitung von Rohwolle und färben mit Naturfarben. Ob spinnen oder kadieren, alles wird gezeigt. Und nebenan blöken die Museumsschafe und warten auf Besuch.

Gemeinsam Steckenpferde basteln

Jeder edle Ritter und jedes edle Burgfräulein braucht ein ordentliches Reittier. Warum also nicht selber basteln? Am Freitag, 21. August, können Kinder und Jugendliche ab acht Jahren zwischen 14 Uhr und 17 Uhr gemeinsam Steckenpferde bauen. Aber Achtung: Aufgrund der aktuellen Situation müssen die Kinder gemeinsam mit einem Erwachsenen an dem Kurs teilnehmen. Vor Playmobil und Lego gab es auch schon Spielzeug – nur war dieses meist handgemacht. Mit viel Fantasie wird so ein Stecken zum edlen Ross, auf dem feuerspeiende Drachen bekämpft werden können.

Kultgegenstand traditioneller Bräuche

Steckenpferde sind keine neue Erfindung: Schon in der Antike waren sie als Spielzeug bekannt und im Mittelalter versuchte die katholische Kirche die Pferdle zu verbieten, da sie bei heidnischen, ritualen Verwendung fanden. Das Steckenpferd war also nicht nur Spielzeug, sondern auch Kultgegenstand oder sogar Requisite für traditionelle Bräuche. Der Kurs kostet inklusive Material und Eintritt 15 Euro. Wer möchte, kann alten Modeschmuck und bunte Wolle zur Verzierung der Pferdle mitbringen.

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Das im Juni 1988 eröffnete Museumsdorf Neuhausen ob Eck wird alljährlich in der normalerweise siebenmonatigen Saison von April bis Oktober von durchschnittlich rund 90 000 Gästen besucht, wobei das Haus in diesem Jahr wegen der Corona-Krise erst seit Anfang Juni wieder geöffnet hat. Die mittlerweile 25 historischen Gebäude stammen aus den Regionen Schwäbische Alb, Schwarzwald, Hegau, Baar, Oberer Neckar und Bodensee.

Informationen und Anmeldungen unter Telefon 0 74 61/9 26 32 00 oder per E-Mail an info@freilichtmuseum-neuhausen.de. Der Eintritt beträgt 7,50 Euro pro Person, Kinder bis einschließlich 16 Jahren haben freien Eintritt. Informationen im Internet:
freilichtmuseum-neuhausen.de/veranstaltungen/

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